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­Neujahrsempfang 2017 der Gemeinde Nusse

Bürgermeister Lars Wunsch (re.) konnte wieder über 100 Gäste beim Neujahrsempfang in Nusse begrüßen. Gerd Holz, Bürgermeister aus Ritzerau, gab es ein Laterne (mit Ritzerau Wappen) für den nächsten gemeinsamen Laternenumzug. Fotos: hfr

Nusse (aa). Über 100 Personen waren am vergangenen Freitag (13. Januar) wieder der Einladung der Gemeinde Nusse zum Neujahrsempfang ins Restaurant „Am Bach“ gefolgt. Unter den Anwesenden befanden sich unter anderem auch Landtagspräsidenten Klaus Schlie, Landrat Dr. Christoph Mager, Möllns Bürgermeister Jan Wiegels, Berkenthins Bürgermeister Michael Grönheim als auch der leitende Verwaltungsbeamte des Amtes Berkenthin, Frank Hase.

„Ich freue mich auch sehr, dass die Gemeinde Nusse wieder so eine überregionale Beachtung findet, so dass wir hier heute unheimlich viel Prominenz begrüßen dürfen“, leitete Lars Wunsch den Abend ein, „Heute abend sind aber auch ein paar Neubürger und solche, die es bald werden wollen – auch Sie möchte ich heute einmal ganz herzlich Willkommen heißen.“

(v.li.) Landrat Dr. Christoph Mager und Landtagspräsident Klaus Schlie lobten in ihren Grußworten die Gemeindearbeit in Nusse.

Wie immer gab der Nusser Bürgermeister einen kurzen Rückblick auf das letzte Jahr, um dann zu berichten, was die Gemeinde aktuell und in näherer Zukunft beschäftigt. Wunsch: „Und ich habe es schon im letzten Jahr gesagt: Das Limit des ehrenamtlichen Engagements ist bei einigen wirklich erreicht. Daher möchte ich mich zu allererst im besonderen Maße bei meinen Kollegen aus der Gemeindevertretung für ihr Engagement bedanken. Aber auch die Vielzahl an Bürgern, die uns bei den einzelnen Veranstaltungen oder Aktionen unterstützen, ist wirklich bemerkenswert und ich persönlich finde es unheimlich schön, dass insbesondere auch Neubürger sich einbringen und so die Dorfgemeinschaft erleben und fördern.“

In 2016 habe erneut das Thema 'Straßensperrungen beziehungsweise Straßenbaustellen' die Gemeinde durch das Jahr begleitet. Dazu zählten die Fertigstellung der Brückensanierung im Klingenberg und die Sanierung der Kirchstraße.

„Das Thema Flüchtlinge war auch im letzten Jahr in Nusse weiterhin sehr präsent. Aber nachdem die dezentrale Unterbringung aller dem Amt zugeteilten Flüchtlinge funktioniert hat, ging es eher um das Thema Integration“, berichtete Wunsch. So wurde in Kooperation zwischen der Kirche, der Flüchtlingsinitiative Sandesneben/Nusse und der Gemeinde Nusse ein sogenanntes Café international in Nusse eingerichtet, welches in der Regel jeden zweiten Freitag im Monat in der Pfarrscheune öffnet. Wunsch: „An dieser Stelle möchte ich aber auch nochmal den zahlreichen Helfern und Flüchtlingspaten danken, die in besonderem Maße den Alltag und die Alltagsfragen der Flüchtlingsfamilien begleiten.“

Sehr viel positive Resonanz habe die Gemeinde für das Aufstellen von Hinweisschilder für die verschiedenen Gewerbetreibenden und Einrichtungen in Nusse erhalten. „Viele Auswärtige haben mich auf die Schilder angesprochen und berichtet, dass sie nicht wussten, dass wir hier in Nusse so viel zu bieten haben“, freute sich der Bürgermeister. Genau darum gehe es auch bei der Nusser Gewerbeschau, die letztes Jahr zum zweiten Mal durchgeführt wurde.

Berkenthins Bürgermeister Michael Grönheim überreicht in seiner Funktion als Tourismusbeiratsvorsitzender der Stecknitz-Region eine Spende an die Jugendfeuerwehr Nusse in Höhe von 250 Euro.

Ein weiteres Highlight war der Austausch mit einer polnischen Jugendfeuerwehr im Sommer letzten Jahres. Als erste Jugendfeuerwehr im Kreis sei es gelungen, damit den Austausch im Rahmen eines Programms des Kreises aufzubauen. „Beim Thema Feuerwehr muss aber auch die wirklich beeindruckende Übung die zur Leistungsbewertung 'Roter Hahn – Stufe 1' geführt hat, erwähnt werden“, so Wunsch weiter.

Ein für Nusse sehr wichtiges Thema sei auch der Erhalt des Bürgerservicebüros. Wunsch: „Hierfür haben wir uns stark eingesetzt und konnten zusammen mit der Schule eine gute und wie ich denke dauerhafte Lösung finden, so dass nun der Bürgerservice beim Schulparkplatz in der Poggenseer Straße ansässig ist.“

Bei den aktuellen Themen sprach Lars Wunsch die Erneuerung beziehungsweise Verbesserung der Straßenbeleuchtung an. In über 100 Straßenlaternen wurden bereits LED-Leuchtmittel eingesetzt und so eine starke Verbesserung der Lichtausbeute geschaffen.

Der Haushalt der Gemeinde sehe landesweit gesehen vergleichsweise gut aus und das trotz einiger Investitionen.

Wunsch: „Ein Thema, welches uns auch schon seit einigen Monaten beschäftigt, ist der Sportplatz in der Ringstraße. Hier konnten wir nun mit dem NTSV zum 31.12.2016 vereinbaren, dass dieser wieder in die Verwaltung der Gemeinde geht, und wir so den NTSV entlasten. Das soll aber nicht heißen, dass dieser nicht mehr vom NTSV genutzt werden soll – Nein, ganz im Gegenteil: Wir möchten gerne, dass der Platz im alten Glanz erstrahlt und wieder mehr genutzt wird.“

Weitere Themen, die die Gemeinde in 2017 beschäftigen und begleiten werden:

Das Wohn- und Mischgebiet gegenüber vom inzwischen 'alten' Baugebiet „Auf dem Ruben“: Nachdem das letzte Grundstück Auf dem Ruben verkauft werden konnte, hat die Gemeinde nun den B-Plan für das neue Gebiet beschlossen und warte nur noch auf die endgültige Vermessung der Grundstücke und die Genehmigung des Flächennutzungsplanes durch das Land. „Alle elf Baugrundstücke sind aber bereits reserviert, ohne das die Preise bekannt sind und einige Interessenten stehen noch auf der Wateliste“, gab Wunsch bekannt. Ebenso werde die Erweiterung des Gewerbegebietes Kurzenlandskoppel mit Hochdruck weiter vorangetrieben.

Zudem stünden die Renovierung des Sportlerheimes in der Ringstraße, sowie die dauernde Instandsetzung des Gemeindezentrums an. Ein weiteres Thema würde die Gestaltung der Beete in der Hauptstraße sein, schloss Wunsch.