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1517 – 1617 - das erste evangelische Jahrhundert

Ein Vortrag - Sonnabend, 11. November um 19 Uhr in der Pfarrscheune Nusse

Nusse (pm). Den 11. November kennen die einen als Beginn des Karnevals, andere denken mehr an den Martinstag. Der 11.11. ist aber auch der Tauftag Martin Luthers und soll Anlass sein, um 19 Uhr in der Pfarrscheune Nusse einmal die Geschichte der Kirchenreformation aus einer anderen Perspektive zu betrachten:

Wie kam es zur Reformation in unserer Kirchengemeinde? Nusse und Behlendorf waren lange Zeit eigenständige Gemeinden mit unterschiedlicher Vergangenheit. Sie hatten aber auch Gemeinsamkeiten, zum Beispiel die Zugehörigkeit zu Lübeck. Dort wurde die lutherische Lehre schon 1530 ruckzuck eingeführt, denn Rat und Bürgerschaft waren von der neuen Lehre sehr angetan und beseitigten die bisherige Kirche ohne allzu großen Widerstand. Anders sah es auf dem Lande aus, wo noch weitere Mitspieler vorhanden waren, in Nusse zum Beispiel der Bischof von Ratzeburg, ein Herzog und zwei Klostervorstände. Sie hatten deutlich geringere Sympathie für die neue Lehre aus Wittenberg, weshalb ihre Einführung einigen Schwierigkeiten ausgesetzt war. Der Heimatforscher Peter Jürs wird hierüber anhand eigener Recherchen berichten und zugleich eine Antwort zu geben versuchen, welche Veränderungen die Reformation für die Bewohner des Kirchspiels Nusse, insbesondere für die Bauern in den einzelnen Dörfern mit sich brachte.