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Authentisches Geschichtsbewusstsein: Heimatbund und Geschichtsverein enthüllt eine weitere Informations-Stele

Ratzeburg/Rosenhagen (pm). Der Ratzeburger „Heimatbund und Geschichtsverein“ wird – wie zuvor Ende 2015 auf dem Parkplatz an der „Schönen Aussicht“ in Ratzeburg-Bäk, Mitte 2016 am Mechower See in Wietingsbek und im November 2016 nahe Mustin (B 208) nun an der ehemaligen innerdeutschen Grenze am Grenzbach zwischen dem lauenburgischen Rosenhagen und dem mecklenburgischen Dutzow eine große Informations-Stele enthüllen, um an die historische Grenzöffnung und den Brückenbau über den Grenzbach zwischen dem Goldensee und dem Schaalsee 1989/1990 vor nun 28 Jahren zu erinnern. Los geht es am Dienstag, 3. Oktober 2017, um 10 Uhr im Rahmen des Rosenhagener „Brückenfestes“ am Parkplatz vor der „Grenzbrücke“ Rosenhagen/Dutzow.

Der Ratzeburger „Heimatbund und Geschichtsverein“ möchte den zahlreichen Touristen - aber auch den Einheimischen - durch die Aufstellung von Informations-Stelen einen Einblick in unsere Heimat- und Regionalgeschichte ermöglichen und damit ein authentisches Geschichtsbewusstsein vermitteln. Gleichzeitig möchte der Heimatbund dafür sensibilisieren, wie außerordentlich wichtig die Beachtung der Menschen- und Grundrechte ist, damit es in Deutschland nie wieder zu menschenverachtenden diktatorischen Systemen kommt, in denen die Menschenwürde mit Füßen getreten wird.

Kreispräsident Meinhard Füllner (Kreis Herzogtum Lauenburg), Barbara Eggert (Bürgermeisterin Gemeinde Kittlitz), Hans-Jürgen Hoffmann (Bürgermeister Gemeinde Kneese), Hartwig Fischer (Ratzeburger „Heimatbund und Geschichtsverein“) werden ein kurzes Grußwort zur Enthüllung der Stele sprechen.  Die Feuerwehrkapelle Tramm wird die Veranstaltung musikalisch umrahmen.

Der 3. Oktober 2017 als Tag für den „Enthüllungstermin“ ist vom „Heimatbund und Geschichtsverein“ in Zusammenarbeit mit den beiden Bürgermeistern der Gemeinden Kittlitz (Kreis Herzogtum Lauenburg) und Kneese (Landkreis Nordwestmecklenburg) mit Bedacht gewählt worden, weil das „Brückenfest“ in dieser Form in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern einmalig ist. Jedes Jahr kommen Hunderte von Besuchern aus den Nachbargemeinden zu diesem Fest, um an den Fall der damaligen innerdeutschen Grenze und die Überwindung der gewaltsam erzwungenen Teilung ihrer Heimat zu erinnern.

Der schleswig-holsteinische Landtagspräsident Klaus Schlie, Landrat Dr. Christoph Mager (Kreis Herzogtum Lauenburg), Klaus Becker (Kreispräsident Landkreis Nordwestmecklenburg) und Landrätin Kerstin Weiss sind ebenfalls eingeladen worden. Die ehemaligen Ratzeburger Bundesgrenzschutzkommandeure Detlef Buwitt und Eberhard Riss haben ihr Kommen bereits zugesagt. Der jetzige Kommandeur der Bundespolizeiabteilung Ratzeburg Thorsten Rapp wird ebenfalls vor Ort sein.