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Bürgermeister unterschreiben Resolution gegen Großgemeinden

Herzogtum Lauenburg (wre). Wenn am Sonntag Wahl ist, wird auch über die Zukunft der Dörfer entschieden. So befürchtet etwa die CDU, dass sich der SSW mit ihrer Forderung nach Großgemeinden durchsetzen kann. Geplant ist die Zahl von derzeit 1.100 Kommunen auf 170 zu senken. Wie der SSW-Spitzenkandidat Lars Harms in einem Interview erklärte, sei dies ein zentrales Themen, das es umzusetzen gilt. Er sehe in diesem Punkt auch Unterstützung von einigen SPD und Grünen Vertretern. Mit einer Resolution haben nun 22 Bürgermeister aus dem Kreis klargestellt, dass sie gegen Großgemeinden mit Einwohnern zwischen 8.000 und 10.000 Bürgern sind.

„Unsere Sorge ist, dass der SSW diese Forderung in Koalitionsverhandlungen auch durchsetzen wird. Die Folge wäre die Zerstörung der Eigenständigkeit unserer Dörfer, die Zerschlagung unserer funktionierenden ehrenamtlichen Strukturen in der Gemeindevertretung, in der Freiwilligen Feuerwehr und in unseren noch vor Ort funktionsfähigen Vereinen“, begründen die Bürgermeister ihren Schritt.

Die Bürgermeister betonen, dass sie keine anonymen Großgemeinden haben wollen. „Wir wehren uns gegen die Zerstörung unserer ehrenamtlichen Strukturen. Wir wollen, dass die Identifikation unserer Bürger mit ihrem Dorf erhalten bleibt“, so die Bürgermeister weiter. Durch die Zusammenlegung sehen die Unterzeichner auch keinen finanziellen Gewinn. „Wir haben mit unseren kostengünstigen Amtsverwaltungen das beste effizienteste kommunale Verwaltungssystem.“

Unterzeichnet haben die Resolution Lars Wunsch (Nusse), Hans-Peter Grell (Duvensee), Anke Brügmann (Poggensee), Horst Soechnick (Walksfelde), Detlef Rodust (Seedorf), Anette Repepenning (Sterley), Ian Macnab (Brunsmark), Heinz Dohrendorf (Kulpin), Uwe Janssen (Mechow), Herbert Schmidt (Salem), Wolfgang Pagel (Buchholz), Barbara Eggert (Kittlitz), Eckhard Rollinger (Schmilau), Christiane Füllner (Pogeez), Jörg Bormann (Horst), Dennis Gabriel (Witzeeze), Martin Voß (Fitzen), Wolfgang Gerlach (Kuddewörde), Michael von Brauchitsch (Kröppelshagen), Dr. Eberhard Laubach (Gudow), Thorsten Weiß (Panten) und Karl Bartels (Klempau).