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Bitcoin als Investitionsmodell für die Zukunft

Foto: “Bitcoin” - Zach Copley via Flickr (CC BY-SA 2.0)

(amm). Die elektronischen Zahlungssysteme sind im Moment in aller Munde. Besonders die seit 2008 angebotene Währung Bitcoin übertrifft im Moment alle Erwartungen. Ende letzten Jahres wurde 1 Bitcoin noch unter 700 US-Dollar gehandelt, aber seit April 2017 treibt die Nachfrage den aktuellen Preis bis über 2500 US-Dollar. Das liegt zum größten Teil an dem gesteigerten Vertrauen in die elektronische Währung, die sie für viele Unternehmen, Investoren und Kunden interessant macht.

Vorreiter ist die App Android Wallet, die das Bezahlen mit einem Smartphone in jedem Geschäft möglich macht. Die Seite Coinmap zeigt dazu die lokalen Geschäfte auf einer Landkarte an, die Bitcoin als Zahlungsmethode erlauben. In der deutschen Hauptstadt können Kunden mit Bitcoin sogar schon diverse Produkte von Büchern bis zu Computerspielen kaufen.

Dass Bitcoin für Unternehmen immer interessanter wird, beweist die Gründung des Blockchain Bundesverbandes, der sich als Lobby für elektronische Zahlungsmöglichkeiten sieht und am 29. Juni 2017 ins Leben gerufen wurde. Laut Angaben des Verbandes bestehen in Deutschland aktuell die Rahmenbedingungen, um es zu einem attraktiven Standort für die neue Technologie zu machen. Deshalb zielt der Verband darauf ab, die Politiker für die Blockchain-Technik und die Bitcoin-Währung zu sensibilisieren. Bitcoins werden zur Zeit in Onlineshops und für internationale Zahlungen benutzt oder auch als Zahlmittel bei Sportwetten- und Casino-Anbietern wie Mr Green akzeptiert. In diesen Geschäftsbereichen wurde die dezentralisierte und anonyme Zahlungsmethode mit offenen Armen angenommen, da Transaktionen stark vereinfacht werden und somit der Fokus auf der gebotenen Unterhaltung liegen kann. Bitcoins bieten aber noch viele zusätzliche Einsatzmöglichkeiten, wie zum Beispiel für staatliche Vertrauensdienste, zum Identitätsnachweis oder für elektronische Signaturen. Ziel ist es, den Bundestag zur Gründung einer Kommission zu bewegen, die untersuchen soll, welche Rolle die Bitcoin-Technologie bei der Digitalisierung des demokratischen Rechtsstaats spielen kann.

Im Moment ist der Einsatz noch auf den Zahlungsverkehr beschränkt, der laut Jens Weidmann, dem Präsidenten der Bundesbank, auch Risiken birgt. Im Gegensatz zu konventionellen Währungen basiert die Kryptowährung nicht auf Währungen, die von den jeweiligen Staaten gestützt und kontrolliert werden. Befürworter der Bitcoin-Währung sehen allerdings auch in einem kontrollierten Währungssystem ein großes Risiko. Denn Währungen steigen und fallen mit der Leistung der entsprechenden Ökonomie. Auch wenn Banken im Falle eines Konkurses meistens von den jeweiligen Regierungen aufgefangen werden, besteht dieses Risikos bei dezentralisierten, elektronischen Währungen nicht. Deswegen ist in vielen Regionen der Welt, wie Singapur, Hongkong, Japan, Süd-Korea, Australien und den Philippinen, Bitcoin bereits ein legales Zahlungssystem. 

Auch bei der Bundesbank wird der Bedarf gesehen, ein internationales elektronisches Zahlungsystem anzubieten, bei dem keine Kosten für Überweisungen oder andere Leistungen berechnet werden und die Sicherheit des Systems durch viele dezentralisierten Rechnersysteme gewährleistet werden kann. Laut führenden Angestellten der deutschen Bundesbank wird fleißig an einem alternativen System gearbeitet.

Die alternativen Zahlungsmethoden zwingen die Banken dazu, in Zukunft eine Alternative für ihre Kunden anzubieten, wenn sie nicht einen großen Teil ihrer internationalen und lokalen Kunden verlieren wollen. Auch wenn oft auf die komplexen Strukturen von Bitcoin verwiesen wird, ist das grundlegende System für die Kunden einfacher, als ein Formular in der Bank auszufüllen. Das Wichtigste ist vor allem das Vertrauen in die Währung und Bitcoin hat sich in diesem Jahr auf besondere Weise etabliert.