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CDU: Neuer Hafen in Geesthacht alternativlos

Geesthacht (pm). Der anstehende Rückbau des Kernkraftwerk Krümmel, die neuen Erkenntnisse zu Altlasten im Becken des Geesthachter Pumpspeicherwerkes: Vermutlich über 37.000 LKW-Ladungen wären notwendig, um die belasteten Stoffe einer Entsorgung zuzuführen. Das berichtet die CDU Geesthacht in ihrer jüngsten Pressemeldung.

Das AKW Krümmel habe eine Masse von zirka 541.000 Tonnen, davon seien rund 5.000 Tonnen belastet, wie es weiter heißt. Die unter anderem mit Quecksilber belasteten Schlamm-Ablagerungen im Becken des Pumpspeicherwerkes belieffen sich wohl auf 200.000 Tonnen.

 Die Gesamtkosten werden auf insgesamt auf eine Milliarde Euro geschätzt (900 Millionen Euro Krümmel, 100 Millionen Euro Giftschlamm). „Es ist nicht zumutbar, dass durch die Gebiete des Kreises Herzogtum Lauenburg über 37.000 - teilweise radioaktiv- oder giftmüllbelastete - Transporte durchgeführt werden. Ein neuer Hafen ist deshalb alternativlos,“ sagt Sven Minge, CDU-Fraktionsvorsitzender in Geesthacht. Bereits im August 2015 habe die CDU-Fraktion die Schaffung eines neuen Hafens im Bereich der Elbe zwischen Krümmel und Pumpspeicherwerk favorisiert. Ein erster Anlauf für einen neuen Hafen hinter der Schleuse (Richtung Hamburg) wäre von Verwaltung und den Ratsfraktionen als kaum umsetzbar eingestuft.

Planungsrechtlich gab es zu dem CDU-Vorschlag nur eine Vorprüfung, so dass ein Hafen am Elbufer zwischen Pumpspeicherwerk und Kernkraftwerk wohl möglich wäre. Der angekündigte Rückbau des Kernkraftwerkes und die Erkenntnisse zum Pumpspeicherwerk forderten nun Vattenfall auf, Entsorgungskonzepte zu entwickeln.

„Es wäre nicht nur im Sinne der Geesthachter Bevölkerung, sondern auch der Nachbarstädte und Gemeinden, wenn die Stadtverwaltung und die Kreisbehörde in die Prozesse der Konzeptentwicklung eingebunden werden“, unterstreicht Minge, „Bisher hat sich Vattenfall erfreulicherweise dialogbereit gezeigt, das sollte sich nicht ändern und wäre sicherlich zielführend.“

Die CDU signalisiert ihre politische Unterstützung: „Es ist im Interesse aller, dass im Sinne des Gemeinwohls, durchdachte und umweltverträgliche Konzepte zügig herbeigeführt werden,“ sagt Minge abschließend.