Share |

Das Eis ist ein gefährliches Pflaster

Warnungen nicht in den Wind schlagen
Der vor einer Woche zugefrorene Garrensee zeigte sich zeitweilig mit seiner spiegelglatten Eisfläche. Foto: Horst Kömme

Wenn die Gewässer gefrieren, schlägt des Eises glatter Spiegel die Menschen unwiderstehlich in seinen Bann. Doch wehe dem der allen Warnungen trotzend zu früh dem verführerischen Locken nachgibt und Ungeduld und Neugier nicht zu zähmen vermag! Der See hat wieder ein Opfer gefordert, heißt es dann. Im Vergleich zu den Menschen, die heutzutage im Straßenverkehr getötet werden, ist die Zahl derer, die zur Winterzeit durch trügerisches Eis ums Leben kommen, auch beachtlich.

Wo Scharen ungezählter Wasservögel zusammengeballt emsig rudernd, das gefrierende Wasser offen halten, wo Strömungen und unterschiedliche Bodentemperaturen die Oberfläche die Gewässer langsamer erstarren lassen, wo über schlammigen Grund durch den Einfluss von Gasbläschen sich eine gefährliche poröse Eisdecke gebildet hat und wo bei Zuflüssen von warmen Abwässern, zum Beispiel Industriegewässer, die Eisdecke erheblich dünner ist, fand schon mancher den ungewollten Tod. Auch sollte man das Eis meiden, wenn verdächtiges Knistern und Knacken zu hören ist.

Um eine Eisfläche zu betreten, sollte man erst mal die Eisdecke prüfen. Bei stehenden Gewässern soll das Eis mindestens 15 cm dick sein, bei fließenden Gewässern  mindestens 20 Zentimeter. Man soll das Unglück nicht durch Wage- und Übermut herausfordern. Dadurch bringt man sich in Gefahr, aber  auch die  herbeigerufenen Rettungskräfte.