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Das 'Salz in der Suppe'

Foto: Friedrich J. Flint

Bei einem Waldspaziergang oder Pilze sammeln hat der eine oder andere diese kleinen rötlichen Blöcke (Lecksteine) bestimmt schon mal gesehen. Die Wildtiere haben auch einen Faible für das berühmte "Salz in der Suppe". Denn nicht nur wir Menschen brauchen es zum Überleben, auch die meisten Tiere.

Tiere benötigen genauso wie wir das Natrium des Salzes für die Funktion von Nerven und Muskeln, es reguliert ihren Wasserhaushalt und den gesamten Stoffwechsel. Von Jägern und Förstern werden daher im Wald gezielt Salzlecken installiert. Hier können die Waldbewohner ihren Natriumbedarf befriedigen. In der Regel werden dafür Lecksteine aus Steinsalz benutzt, die auf einem Baumstumpf befestigt werden.

Die Anfänge dieser bewussten Salzabgabe an Waldtiere sind nicht unklar. Es wird allerdings vermutet, dass die Praxis weit zurückreicht. Schon aus der Amtszeit von Friedrich II. ist aus dem Jahr 1223 eine Anordnung zur Aufstellung von Salzlecken im Reichsforst bei Nürnberg bekannt.