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Demokratiekonferenz lockte mit vielfältigen Workshops

Aktionen zu Wahlen sollen das gemeinsame Engagement stärken
Vier Workshops luden ein unter dem Motto „Informieren – Vernetzen – Umsetzen“, hier Teilnehmende des Workshops „Hate Speech – Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Zeiten von Social Media“. Foto: hfr

Herzogtum Lauenburg (pm). „Informieren – Vernetzen – Umsetzen“, unter diesem Motto stand die am 6. Februar durchgeführte kreisweite Demokratiekonferenz des Bundesprogramms „Demokratie leben!“, zu der der Kreis Herzogtum Lauenburg und der Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg als lokale Koordinierungs- und Fachstelle „Demokratie leben!“ herzlich einluden. Rüdiger Jung als Vorsitzender des Begleitausschusses betonte die Bedeutung demokratischen Engagements in der aktuellen Zeit. Umso mehr freute er sich darüber, rund 50 Menschen aus Vereinen, Verbänden, Verwaltung und Politik im Lebenshilfewerk Mölln-Hagenow begrüßen zu können. In verschiedenen Workshops wurden neue Impulse für das Engagement für Demokratie und Vielfalt gesetzt, gemeinsam Ideen entwickelt und ausgetauscht.

Mit den 2017 anstehenden Land- und Bundestagswahlen und 2018 stattfindenden Kommunalwahlen bot der Workshop „Superwahljahr“ viel Raum für Ideen. Die Teilnehmenden stellten dabei die Wichtigkeit gemeinsamer Aktionen und die Bündelung der Ressourcen heraus. „Ziel sollte es für uns alle sein, die Erstwähler für die Landtagswahl zu sensibilisieren und sich dabei jedoch kritisch mit rechtspopulistischer Hetze auseinander zu setzen“, betont Workshopleiter Arne Strickrodt, Geschäftsführer des Kreisjugendrings, welcher von Mark Sauer vom Verein Miteinander leben unterstützt wurde. Klare Kante gegen Rechts zu beziehen war Thema des Workshops „Hate Speech – Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Zeiten von Social Media“, welcher von Maxine Bacanji von der Amadeu-Antonio-Stiftung geleitet wurde und gerade bei den Fachkräften aus der Jugendarbeit auf großes Interesse stoß.

Insbesondere für Neulinge, wie Vertreter von Vereinen oder Verbänden, die zum ersten Mal an der Demokratiekonferenz teilnahmen und bisher wenig Erfahrung mit „Demokratie leben!“ gemacht haben, war der Workshop „Learning by doing“ zum besseren Kennenlernen der praktischen Arbeit gewidmet. „Oftmals fehlt die Vorstellung, was ein Projekt im Rahmen von „Demokratie leben!“ bedeuten kann. Mit dem Workshop wollen wir Licht ins Dunkel bringen und Motivieren, sich mit eigenen Ideen einzubringen“, so Sara Opitz, Projektkoordinatorin beim Kreisjugendring. Mit Verstärkung von Doreen Mitter, in Boizenburg und Lübtheen für die Umsetzung von „Demokratie leben!“ verantwortlich, sowie Jugendlichen aus der Boizenburger Initiative „Fairhafen“ wurde eine Vielfalt von innovativen Projekten vorgestellt und sich ausgetauscht.

„Fit gemacht für Projekte“ war schließlich das Motto im Jugendworkshop „Projektschmiede Jugendforum“. Mit Bianca Nagel, Lauenburger Moderatorin für Kinder- und Jugendbeteiligung, erarbeiteten die Jugendlichen, was es eigentlich heißt Projekte zu entwickeln und schließlich umzusetzen. Nach zwei Stunden Workshop-Phase und vielen Gesprächen endete die Konferenz, welche von den Veranstaltern als positiv resümiert wird.

Seit Beginn des Jahres steht fest, dass dem Kreis Herzogtum Lauenburg für die Umsetzung von Jugendprojekten im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ mehr Bundesmittel als im Vorjahr zur Verfügung stehen. Mit 45.000 Euro wurde die jährliche Projektförderung fast verdoppelt. Auch Sie, Ihr Verein oder Ihre Initiative haben eine Projektidee, um Demokratie lebendig zu gestalten? Dann steht Ihnen Sara Opitz vom Kreisjugendring jederzeit beratend per Email koordination@kjr-herzogtum-lauenburg.de oder unter der Telefonnummer 0152-56312102 zur Verfügung. Weitere Informationen auch unter www.demokratiepartnerschaften-im-lauenburgischen.de.

„Demokratie leben!“ wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.