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Ekelhafter Stinkbeutelanschlag auf Moschee - Stadtvertretung verurteilt Verunstaltung von Möllner Gotteshaus

In der Nacht zu Sonntag (17. August) wurde ein Stinkbeutelanschlag auf die Moschee in der Möllner Hauptstraße verübt. Foto: Anders

Mölln (pm/aa). Die Möllner Stadtvertretung hat in ihrer gestrigen Sitzung (28. August) einstimmig eine Resolution verabschiedet. Inhaltlich wird darin eine politisch motivierte Verunstaltung des Eingangsbereichs des Gotteshauses in der Hauptstraße verurteilt.

Der Inhalt der Resolution lautet: „Die Möllner Stadtvertretung verurteilt die Verunstaltung und beleidigende Sachbeschädigung der Möllner Moschee durch bisher unbekannte Täter auf das Schärfste. Die Stadtvertretung erklärt ausdrücklich ihre Solidarität mit den muslemischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern sowie dem Möllner Moscheeverein.“

Hintergrund sei eine vermutlich politisch motivierte Verunstaltung des Eingangsbereichs der Moschee am vorletzten Wochenende (16./17. August). Es liegen Herzogtum direkt Informationen vor, dass Fleischreste, Farbe und eine stark stinkende Flüssigkeit in einer Plastiktasche vermengt und dann gegen die Tür der Moschee geschleudert wurde.

Hierzu erklärt Bürgermeister Jan Wiegels: „Gerade in einer Stadt wie Mölln müssen wir solchen Taten entschieden entgegen treten. Wir erklären uns solidarisch mit unseren muslemischen Mitbürgern und hoffen, dass die Täter bald ermittelt werden."

Parallel zu dem Anschlag auf die Moschee wurde eine Kunstplatte aus dem Till-Nasreddin-Projekt vor der Möllner Bibliothek mit Bitumen verunstaltet. Ein Zusammenhang wird aktuell vermutet. Um möglichst keine Nachahmer zu animieren, wurde der Vorfall zunächst nicht in die Öffentlichkeit getragen. Hier sind allerdings auch bereits kritische Stimmen zu hören, die eine frühzeitigere Veröffentlichung solch politisch motivierter Taten fordern. Dies wird unter anderem vor dem Hintergrund argumentiert, dass aktuell die Anschläge auf Moscheen in Deutschland zu nehmen. So wurden allein im August zwei Bielefelder Moscheen und eine Berliner Moschee Ziel von Anschlägen. Hierbei handelte es sich um Brandanschläge. Ob ein Zusammenhang zwischen den jeweiligen Taten besteht, ist noch unklar.