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Es ist wieder die Zeit des 'Auf-den-Stock-setzens'

Foto: Friedrich J. Flint

Nun kann man sich langsam wieder auf die Felder wagen, die Knickscheeren sind  bereits  aus dem Schuppen geholt, die Kettensägen können wieder den ganzen Tag Jaulen, denn die Schonzeit für Gehölze ist seit dem 30. September vorbei und beginnt erst wieder am 1. März. Bis dahin können  Hecken, lebende Zäune, Gebüsche, Bäume entlang von Straßen oder auch in der freien Landschaft zurück gestutzt, „auf den Stock“ gesetzt oder gerodet werden und Röhricht sowie Schilf kann geerntet werden.

Hier in Kühsen bei Landwirt Koch aus Wangelau wird vom festen Weg aus gearbeitet. Der moderne Hydraulik-Bagger DX80R ist in action auf Gummiketten und mit 55,3 Horsepower als auch mit "one Manpower" der Mitarbeiter von Joachim Gösch ,Lohnunternehmer aus Möhnsen.

Am Bagger ist die Knickschere angebaut und zeigt den Büschen und dem Geäst, was in ihr steckt. Seitlich überragendes Astwerk wird sauber abgeschnitten. Schon während des Schneidevorgangs wird das Holz automatisch von den vier Greifern als Bündel festgehalten. Die Hölzer werden von den zwei sich kreuzenden Messern umklammert. Sind die Messerspitzen einmal geschlossen, kann kein Holz mehr entweichen.

Knicks sollten, wenn es den möglich ist und nichts dazwischen kommt, alle zehn bis fünfzehn Jahre auf den Stock gesetzt werden. Bis vor wenigen Jahren war Knickpflege mit schwerer körperlicher und zeitaufwendiger Handarbeit verbunden: Absägen und Zerlegen der Gehölze mit der Motorsäge, Wegzerren und Zusammenschieben des Astwerks, um es anschließend auf dem Feld zu verbrennen.