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EU und USA wollen schnellere Fortschritte bei TTIP

Brüssel (pm). Die EU und USA haben sich auf schnellere und intensivere Verhandlungen über das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP geeinigt. Vor Beginn der nächsten TTIP-Gesprächsrunde in Washington hatten sich Handelskommissarin Cecilia Malmström und der US-Handelsbeauftragte Michael Froman gestern (Mittwoch) in Washington zu einer Bestandsaufnahme der Verhandlungen getroffen.

Beide Seiten kamen überein, das Tempo der Gespräche anzuziehen und den Austausch zwischen den Verhandlungsteams zu intensivieren, um in den einzelnen Verhandlungskapiteln schneller Fortschritte zu erzielen. "Wir müssen den Fortgang unserer Verhandlungen intensivieren. Das bedeutet, die Anstrengungen auf beiden Seiten zu erhöhen. Das heutige Treffen fand in konstruktiver Atmosphäre statt und wir sind an einem guten Punkt, um in die nächste Verhandlungsrunde zu gehen. Wir werden unsere Verhandler in den vorausgehenden technischen Gesprächen anweisen, mit Kreativität und Flexibilität Fortschritte in allen Verhandlungsbereichen zu erzielen", sagte Malmström gestern nach dem Treffen.

Die 11. TTIP-Verhandlungsrunde wird in der zweiten Oktoberhälfte in Washington, USA, abgehalten und von verschiedenen technischen Gesprächen begleitet sein. Die seit 2013 geführten Gespräche über eine transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) beinhalten 24 Kapitel, die in drei Teile gegliedert sind. Mit TTIP sollen der Marktzugang, die Zusammenarbeit in Regulierunsgfragen und Regeln etwa für nachhaltige Entwicklung und Handelserleichterungen geregelt werden, um Wachstumsimpulse auf beiden Seiten des Atlantiks zu schaffen.

Malmström trifft während ihrer USA-Reise unter anderem den US-Landwirtschaftsminister Tom Vilsack sowie den Präsidenten des US-Dachgewerkschaftsverbandes AFL-CIO Richard L. Trumka. In New York wird sie an der Columbia Universtät eine Rede zu EU-Handelspolitik im 21. Jahrhundert halten.