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Existenzgründung und Franchise

Foto: istock.com/Haluk Köhserli

(pm). Die Gründung eines Unternehmens im Alleingang bringt viele Risiken mit sich – diese können vermieden werden, wenn der Existenzgründer ein fertiges Konzept kauft. Solch ein Kauf heißt Franchising und ist inzwischen in vielen Branchen üblich. Die prominentesten Beispiele sind sicherlich die Fastfood-Kette McDonald‘s oder der Kaffee von Starbucks.

Franchisenehmer und Franchisegeber – die Unterschiede

Franchisenehmer

Ein Franchisenehmer übernimmt die Geschäftsidee des Franchisegebers. Dieser betreut ihn und lässt ihn schulen. Die eigenständigen Gestaltungsmöglichkeiten sind eng gesteckt und bewegen sich in einem bestimmten Rahmen.

Franchisegeber

Der Franchisegeber hat ein eigenständiges Franchisesystem mit einer bereits in der Praxis erprobten Geschäftsidee entwickelt. Diese Idee teilt er mit anderen Franchisenehmern und kann dadurch expandieren.

Was bedeutet Franchising?

Der Franchisegeber liefert seine Geschäftsidee, die Marke, das Know-how und auch das Marketing gegen Gebühr. Damit darf der Franchisenehmer diese Dienstleistung bzw. Ware verkaufen. Im Gegenzug dafür garantiert der Franchisegeber, dass in diesem Gebiet kein anderer Franchisenehmer einen Betrieb eröffnen kann. Der Franchisegeber betreut den Franchisenehmer und berät ihn, hilft bei der Werbung und schult ihn und seine Mitarbeiter. Dafür ist im Gegenzug der Entscheidungsfreiraum durch den Vertrag stark eingeschränkt.

Vor- und Nachteile von Franchising

Pro

Der Franchisenehmer profitiert von den Erfahrungen und dem Know-how des Franchisegebers und hat dadurch weniger Risiken. Außerdem erhält er vom Franchisegeber vielfältige Unterstützung, zum Beispiel im Marketing oder bei Schulungen.

Contra

Der vorgegebene Rahmen ist im Franchisevertrag sehr eng gesteckt und Gründer haben hier kaum Spielraum. Das bedeutet, dass die berufliche Selbstständigkeit in einem festen Rahmen abläuft, was nicht jedem Existenzgründer gefällt.

Die meisten Franchiseunternehmen sind im Deutschen Franchise-Verband Mitglied und müssen bestimmte Aufnahmerichtlinien vom Verband erfüllen. Durch die Verbandszugehörigkeit ist sichergestellt, dass ausschließlich seriöse Franchisegeber hier anzutreffen sind. Bei der Wahl des Franchisegebers sollten sich Franchisenehmer niemals unter Druck setzen lassen und einen Vertrag unterschreiben, ohne dass dieser zuvor von einem fachkundigen Rechtsanwalt sorgfältig geprüft wurde.