Share |

Heimatbund auf Hansefahrt

Mitglieder vom Heimatbund vor dem riesigen Westportal der Stralsunder Nikolaikirche. Foto: Fischer

Ratzeburg (pm). Im Rahmen seines Tagesfahrtenprogramms besuchte der „Heimatbund und Geschichtsverein“ Ratzeburg/Mölln die Hansestadt Stralsund. Die zahlreichen Gäste konnten bei einer Fahrt über die neue Rügenbrücke die beeindruckende Stadtsilhouette Stralsunds bewundern.

Während einer Stadtführung fühlten sich die Besucher bei dem Blick auf die mächtige Rathausfront aus Backstein sofort an die Hansestadt Lübeck als der damaligen „Königin der Hanse“ erinnert. Die Besichtigung eines Kaufmannshauses aus dem Mittelalter mit einer großen Toreinfahrt, einem riesigen Lastenkran im Inneren des Hauses und kostbaren Holzschnittarbeiten vermittelte den Besuchern einen Eindruck von dem Reichtum der Hansekaufleute. Natürlich führte der Weg auch zu dem legendären Fischgeschäft des Stralsunder Fischhändlers Johann Wichmann. Dieser hatte im Reichsgründungsjahr 1871 die pfiffige Marketing-Geschäftsidee, dem Reichskanzler Otto von Bismarck ein kleines Fässchen mit in spezieller Marinade eingelegten Heringen zu schenken und ihn gleichzeitig um das Privileg zu bitten, für diese Kreation zukünftig den Namen „Bismarckhering“ verwenden zu dürfen. Ein lukullisches Mittagessen im „Zunftkeller im Hansehaus“ bei einem stimmigen Ambiente mit Säulen und Decken aus rotem Backstein versöhnte die Gäste mit dem kühlen und windigen Wetter.

Am Nachmittag nutzten die Mitglieder individuell die Möglichkeit, sich im Ozeaneum das riesige Meeresaquarium, im Hafen das weiße Segelschiff „Gorch Fock“, in der Nikolaikirche die bekannte Figur „Anna selbdritt“ mit der Heiligen Anna, Maria und dem Jesuskind oder aber im Katharinenkloster den weltberühmten „Goldschatz von Hiddensee und Peenemünde“ anzuschauen.