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Heimatbund auf Mammutsuche

Teilnehmer vom Heimatbund bestaunen die „Kunst der Mammutjäger“. Foto: hfr

Ratzeburg/Mölln (pm). Anfang April hatte der „Heimatbund und Geschichtsverein“ Ratzeburg/Mölln mit dem Besuch der Ausstellung „Eiszeit“ im Archäologischen Museum von Hamburg-Harburg eine außergewöhnliche Tagesfahrt unternommen. Die Eremitage in St. Petersburg hat dem Hamburger Museum für die Präsentation etwa 110 Kunstwerke zur Verfügung gestellt, darunter einige extrem seltene und wertvolle kleine Frauenfiguren, deren Alter auf etwa 10.000 bis 40.000 Jahre geschätzt wird.

Diese weltberühmten Schnitzereien aus Mammut-Elfenbein stammen aus der letzten Eiszeit und waren zuvor noch nie außerhalb Russlands zu sehen. Sie zählen als „Kunst der Mammutjäger“ zu den ältesten Kunstwerken Europas. Wozu diese rundlichen Figuren dienten und was sie letztlich konkret bedeuteten, ist den Forschern bis heute ein großes Rätsel. Die Fahrtteilnehmer bestaunten die Nachbildung eines fast vier Meter großen Mammuts zusammen mit einem Mammutbaby und erfuhren interessante Details über die gefährliche Mammutjagd. Die Gäste konnten zahlreiche Gravuren und Zeichnungen auf Knochen oder Elfenbein bewundern und lernten Wissenswertes über das entbehrungsreiche Leben der „Rentierjäger von Ahrensburg“ kennen.

Die anschließende Stadtrundfahrt mit Reiseleitung rund um die Alster sowie die Fahrt durch Hamburgs Weltkulturerbe-Speicherstadt mit der imposanten Elbphilharmonie und dem Störtebeker-Denkmal zählten zu den weiteren Höhepunkten der Tagesfahrt. Das Mittagessen in den urgemütlichen „Krameramtsstuben“, ein Besuch des „Hamburger Michel“ und ein Spaziergang verbunden mit Kaffeetrinken an den Landungsbrücken rundeten einen abwechslungsreichen Tag ab, der allen Teilnehmern trotz des andauernden Regenwetters außerordentlich gut gefallen hat.