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Info- und Diskussionsabend: Asylantrag abgelehnt - Was nun?

Integriertes Rückkehrmanagement im Land Schleswig-Holstein: Land, Kreis und Ehrenamt stellen sich den Herausforderungen.

Schwarzenbek (pm). Asylverfahren werden immer schneller abgeschlossen, in vielen Fällen nur mit einer Duldung oder sogar einer Ablehnung. Die Betroffenen werden aufgefordert, ihren Wohnsitz kurzfristig nach Boostedt in die Landesunterkunft für Ausreisepflichtige zu verlegen oder Deutschland innerhalb einer bestimmten Frist zu verlassen. Nicht selten führt dies zu Konflikten zwischen Behörden und ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern.

Eine öffentliche Informations- und Diskussionsveranstaltung des Kreises am Mittwoch, 14. Juni, von 17 bis 20 Uhr im Rathaus Schwarzenbek soll dazu dienen, die schwierige Thematik aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Zunächst wird das Integrierte Rückkehrmanagement des Landes von Frau Ralfs (Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten) vorgestellt. Frau Kratz-Hinrichsen und Frau Schümann (Diakonisches Werk Schleswig-Holstein) werden in einem kurzen Vortrag über das AMIF-Projekt "Strategisches Rückkehrberatungs- und Managementkonzept" informieren. Frau Dallek wird die Position des Flüchtlingsrates Schleswig-Holstein zu der Thematik darstellen. Im Anschluss wird es unter Teilnahme von Herrn Voth (Teamleiter der Ausländerbehörde des Kreises) und dem Ehrenamt eine moderierte Podiumsdiskussion geben, bei der auch Gäste Gelegenheit bekommen sich mit Fragen an die Experten zu richten.

Dabei kann es um Fragen gehen wie: Welche Rolle spielt die Ausländerbehörde des Kreises bei Rückkehrberatung und Abschiebung? Welche Rolle übernimmt das Ehrenamt? Was bedeutet "Ausbildungsduldung" und "3+2-Regelung"? Einige Asylbewerber mit sogenannter "geringer Bleibeperspektive" beginnen auch schon während ihres Verfahrens aus verschiedenen Gründen über eine freiwillige Rückkehr in ihr Heimatland nachzudenken. Auch darum, wie eine Unterstützung des Rückkehrwunsches im Idealfall aussehen kann, soll es an diesem Abend gehen. Wie arbeitet die Internationale Organisation für Migration (IOM)? Was ist das REAG/GARP-Programm, StarthilfePlus und welche ERIN-Leistungen gibt es? Letztlich geht es darum, sich neben Fragen der Integration auch dem zunehmend an Bedeutung gewinnenden Thema Verabschiedung und Unterstützung bei der freiwilligen oder unfreiwilligen Rückkehr in das Heimatland zu widmen.