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Jahreshauptversammlung: Feuerwehr Nusse feiert erfolgreiche Anwärter und langjährige Mitglieder

Wehrführer Alexander Vogt (links) und sein Stellvertreter Andreas Müller (rechts) mit sieben von insgesamt acht erfolgreich ausgebildeten Anwärtern. Fotos: Verena Künstner

Nusse (pm). Sie haben ein weiteres Jahr Brände gelöscht, technische Hilfe geleistet und Leben gerettet – und damit eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie wichtig und notwendig ehrenamtlicher Einsatz gerade auf dem Lande ist. Die Freiwillige Feuerwehr Nusse beging am vergangenen Freitag (3. Februar) daher zu Recht eine besonders feierliche Jahreshauptversammlung, zu der neben aktiven und passiven Mitgliedern auch Wehrführer der benachbarten Gemeinden gerne kamen.

Zu Gast waren außerdem Kreiswehrführer Sven Stonies, die Geschäftsführerin des Kreisfeuerwehrverbands, Gaby Heitmann, und Landrat Dr. Christoph Mager. Der stellte in seinem Grußwort besonders heraus, wie breit aufgestellt die Nusser Wehr sei. „Das hat man nur noch selten, dass die Feuerwehr einer Gemeinde dieser Größe einen eigenen Musikzug hat, eine Jugendfeuerwehr, eine First-Responder-Gruppe - und allesamt sind hochmotiviert“, so der Landrat. Nusse sei ein gutes Beispiel dafür, dass Ehrenämter eine Gemeinschaft enorm bereichern.

Auch um den Nachwuchs muss die Nusser Wehr sich derzeit keine Gedanken machen: Acht Anwärter haben ihre Truppmann-Ausbildung erfolgreich absolviert und wurden zu Feuerwehrmännern (und -frauen) befördert. Eine neue Anwärterin steht schon in den Startlöchern. Und trotzdem ist die Freiwillige Feuerwehr stets weiter auf der Suche nach aktiven Mitgliedern. „Wir freuen uns über jeden, der uns tatkräftig unterstützt“, so der Nusser Wehrführer Alexander Vogt. „Die vielen Einsätze im vergangenen Jahr haben gezeigt, wie sehr wir gebraucht werden.“ Ganze 103 Mal wurden die First Responder (spezielle Ersthelfer-Gruppe der Feuerwehr) für Nusse und Umgebung alarmiert. Das passiere unter anderem, wenn der Rettungsdienst länger als 12 Minuten benötigt, um vor Ort zu sein. Allein in Nusse war dies bei 61 von 76 Einsätzen der Fall. „Es kann nicht Sinn sein, dass Ehrenamtliche diese dramatische Versorgungslücke schließen. Hier muss dringend eine Lösung her“, forderte Vogt.

Die diesjährige Jahreshauptversammlung war auch ein Fest der Ehrungen und Beförderungen: Nusses ehemaliger Wehrführer Jörg Schleese wurde beispielsweise mit dem Schleswig-Holsteinischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze ausgezeichnet und damit für seine Dienste als langjähriger Wehrführer geehrt. Dirk Hafemann, Stefan Jungesbluth und Kai Siemers erhielten für 25-jährige aktive Dienstzeit das Brandschutz-Ehrenzeichen in Silber. Ewald Christensen führt mit 40-jähriger Zugehörigkeit die Riege derjenigen an, die in Rahmen der Feier für ihre treue Mitgliedschaft geehrt wurden. Alexander Vogt selbst wurde zum Hauptbrandmeister befördert. Ein besonderes Dankeschön erhielten die beiden Polizeibeamten Wolfgang Zymelka und Uwe Gode. Deren Arbeitsplatz, die Polizeistation in Nusse, wird im kommenden Sommer geschlossen. „Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Polizei war immer hervorragend und wir konnten uns stets aufeinander verlassen“, begründete Vogts die außergewöhnliche Ehrung der beiden Männer.

Kai Siemers (3.v.l.), Stefan Jungesbluth (3.v.r.) und Dirk Hafemann (2.v.r.) wurden für ihre 25-jährige aktive Dienstzeit in der Nusser Feuerwehr geehrt. v.l.: Kreiswehrführer Sven Stonies, der Nusser Wehrführer Alexander Vogt, Kai Siemers, Stefan Jugensbluth, Dirk Hafemann, Stellvertretender Wehrführer Andreas Müller.