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Jugendarbeiter aus dem türkischen Izmir zu Gast im Lauenburgischen

Herzogtum Lauenburg (pm). Eine Delegation von zwölf Fachkräften aus dem Bereich Jugendarbeit aus dem türkischen Izmir ist vom 5. bis 10. März 2017 im Kreis Herzogtum Lauenburg zu Gast. Empfangen sollen die Gäste vom Bosporus zu einem länderübergreifenden Austausch deutsche Kollegen öffentlicher und freier Träger im Lauenburgischen. Dafür sucht der Kreis noch weitere Aktive aus der Jugendarbeit, die Interesse haben, ihre Arbeit vorzustellen und ganz oder teilweise an dem Treffen teilzunehmen. Dafür gibt es sogar die kostenlose Möglichkeit, in Einzelzimmern in der Jugendherberge in Ratzeburg zusammen mit den türkischen Gästen zu übernachten.

Angesprochen, sich aktiv bei dem Treffen einzubringen, sind alle Einrichtungen und Organisationen aus der Jugendarbeit im Kreis. Dazu gehören Jugendfeuerwehren, Sportjugend oder Sportvereine, Landjugend, DLRG- oder THW- Jugend, Jugendringe und so weiter. Diese sollten Interesse haben, ihre eigene Arbeit vorzustellen und perspektivisch mit der türkischen Seite vielleicht sogar eine Kooperation mit gegenseitigen Besuchen einzugehen.

Neben einer offiziellen Begrüßung der türkischen Gäste im Kreishaus ist das Programm für die folgenden Tage noch in der Entwicklung. Neben einem Besuch des Regionalen Berufsbildungszentrums in Mölln (RBZ) sollen Jugendzentren im Kreisgebiet besucht und Initiativen wie die Straßensozialarbeit vorgestellt werden. Weitere Themen sind das Jugendradio Ratzeburg, der Jugendmigrationsdienst, Besuche von Vereinen wie Miteinander leben e.V. in Mölln oder des Kreisjugendringes mit seinem Projekt „Demokratie leben“.

Die türkische Delegation möchte sich breit gefächert über die Arbeit mit Jugendlichen in Deutschland informieren und hat Interesse, Kontakte mit deutschen Partnern zu knüpfen. Ein zentrales Thema auf der Agenda der internationalen Begegnung ist es, Kontakte zwischen Jugendlichen beider Länder zu fördern. Zahlreiche Jugendliche in Deutschland haben zwar einen türkischen Hintergrund, kennen jedoch nur wenig über das Land ihrer Vorfahren. Außerdem hat sich bei vielen Jugendliche ein Bild von der Türkei entwickelt, das mit der Realität nicht übereinstimmt. „Gerade in Zeiten politischer Verunsicherung erscheint es mir wichtig, mit den Menschen aus den betroffenen Regionen in Kontakt zu treten und belastbare Beziehungen aufzubauen“, sagt der Organisator des Treffens, Matthias Beck, vom Fachdienst Kindertagesbetreuung, Jugendförderung und Schulen des Kreises.

Zum Abschluss der Begegnung ist für Donnerstagabend, den 9. März, ein gemeinsames Essen aller Teilnehmer geplant. Von deutscher Seite gibt es Überlegungen, einen regelmäßigen, langfristigen Jugendaustausch zwischen den beiden Partnern aufzubauen. Unterstützt wird der deutsch-türkische Austausch mit Fördergeldern der EU aus dem Erasmus-Programm. Ein sechstägige Gegenbesuch der Deutschen in der Türkei ist bereits für Oktober 2017 terminiert.

Für Informationen zum Treffen sowie für die Anmeldung zur Teilnahme wenden sich Interessierte an Matthias Beck unter der Telefonnummer 04541 888410 oder via Email an M.Beck@Kreis-RZ.de.