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Kreis unterstützt Schwimmkurse für Neuzugewanderte

Die Wasserrettung der DLRG mit frischer Verstärkung an Bord. Fotos: hfr

Herzogtum Lauenburg (pm). Neuzugewanderte Kinder und junge Erwachsene können häufig nicht schwimmen, die tödlichen Badeunfälle der letzten Saison in der Metropolregion und aktuell in Müssen machen dies auf tragische Weise deutlich.

Bereits in der vergangenen Saison haben daher das Deutsche Rote Kreuz und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft begonnen, sich dieses Problems anzunehmen. Für die Jahre 2017 bis 2019 gibt es dafür nun auch finanzielle Unterstützung durch den Kreis Herzogtum Lauenburg in Höhe von insgesamt 15.900 Euro. Sowohl im Nord- als auch im Südkreis werden beide Organisationen bei der Durchführung von Maßnahmen, die Schwimmunterricht beinhalten, finanziell unterstützt.

Die unterschiedlich ausgestalteten Angebote werden in Büchen, Geesthacht, Mölln und Ratzeburg durchgeführt, auch ein Kurs im Freibad Steinhorst ist aktuell in Planung. Für Kinder aus Schwarzenbek wird eine Transfermöglichkeit nach Geesthacht eingerichtet.

Zur Anmeldung für Angebote im Südkreis schreiben Sie eine E-Mail an info@wasserwacht-rz.de mit der Angabe von Name, Telefon, E-Mail und Adresse.

Bereits mit Beginn des Jahres 2015 hat die DLRG im Kreis Herzogtum Lauenburg sich ihrer Verantwortung gestellt, und Schwimmunterricht für die neuzugewanderten Kinder und Jugendlichen angeboten. Aus diesen ersten Überlegungen sind feste Angebote enstanden. Kinder beziehungsweise Jugendliche, aber auch junge Erwachsene konnten in die Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung integriert werden. So gelang es Anfang 2017 die ersten Retttungsschwimmabzeichen abzunehmen, sodass von nun an die neuzugewanderten jungen Erwachsenen die DLRG bei der Arbeit im Rettungswachdienst unterstützen.

Mohammed (Bildmitte) ist selber erst seit kurzem in Deutschland und unterstützt nun ehrenamtlich die Wasserwacht beim Schwimmunterricht.

Auch im Südkreis wurden bereits durch das DRK Rettungsschwimmer mit Flüchtlingshintergrund ausgebildet. Im vergangen Sommer hat die DRK-Wasserwacht Schwarzenbek in Zusammenarbeit mit der DRK-Betreuungsdienste Herzogtum Lauenburg gGmbH das Schwimmprojekt "Schwimmen(d) lernen" angeboten. Dieses Projekt richtete sich an Flüchtlingskinder im Grundschulalter und Kinder aus Familien, die sich aus finanziellen Gründen keinen Schwimmkurs leisten konnten.

Für die aktuelle Saison gibt es eine Warteliste, kurzfristig werden weitere Kurse angeboten. Neben dem Schwimmenlernen geht es bei den Angeboten aber immer auch um den interkulturellen Austausch und das Erlernen der deutschen Sprache. Die Kurse werden zusätzlich durch ehrenamtliche Helfer, Sprachmittler und ausgebildete Rettungsschwimmer - teils selbst Neuzugewanderte - unterstützt und begleitet.

Weitere Informationen erhalten Sie auch unter www.kreis-rz.de/kosia.