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Lennart Eildermann gewinnt souverän sein Heimrennen in Lübeck

Schnellster Fahrer des Tages und Sieger seiner Klasse, Lennart Eildermann aus Talkau. Foto: hfr
Schnellster Fahrer des Tages und Sieger seiner Klasse, Lennart Eildermann aus Talkau. Foto: hfr

Breitenfelde/Lübeck (pm). 71 Starter in fünf Klassen gingen bei angenehmen Temperaturen am vergangenen Sonntag in Lübeck-Blankensee beim siebten Lauf zum ADAC-Hansa-Kart-Slalom-Pokal an den Start. Die erste Überraschung des Tages erwartete die Akteure schon bei der Ankunft im Ausbildungspark Blankensee. Zum insgesamt 32. Pokallauf des ASC Breitenfelde (ASC) im 20. Jahr wurden nicht nur die ersten fünf Fahrer jeder Klasse mit Pokalen geehrt, sondern die Jugendgruppe um die Trainer Thomas Dohmann und Gunnar Eildermann hatten einen Parcours zusammengestellt, bei der sich keine der aufgebauten Aufgabe als Beispiel im Kartslalom-Reglement wieder fand. Das mag für den einen oder anderen Starter auf den ersten Blick ungewohnt gewesen sein, aber da der komplette Parcours regelgerecht gestellt war und sich sowohl schnell, als auch gut fahren ließ, überwog schnell die Freunde am rasanten und interessanten Kurs.

Für den ASC in Klasse 5 am Start und als erster Fahrer des Tages im Parcours war Finn-Björn Trautmann (16) am Start. Finn-Björn, der seit April 2011 im Kart sitzt, schlug sich gegen die routinierten Gegner wacker und hätte fehlerfrei bis auf Platz zwei vorfahren können. Leider standen ihm in zwei Wertungsläufen insgesamt sieben Pylonen im Weg, dass er sich letztlich mit Platz sechs zufrieden geben musste. Den Sieg in der Klasse erfuhr sich Vanessa Reuter (16) vom HMC.

In Klasse zwei saßen Ray Connor Danzeisen (10) und Lasse Rautenberg (9) für den ASC im Kart. Auch Lasse, der ist dieses Jahr mit dem Kartslalom-Sport begonnen hat, musste mangels fehlender Meisterschaftspunkte gleich als erster Teilnehmer seiner Klasse starten. Von den insgesamt 16 Teilnehmern seiner Klasse schaffte er es in seinem erst dritten Meisterschaftslauf bis auf Platz dreizehn. Es folgte Ray Connor, der mit seiner inzwischen dreijährigen Erfahrung durchaus die Zeiten der Konkurrenz fahren kann. Leider gelangen auch ihm keine fehlerfreien Runden und so wurde aus zwei guten Wertungsrunden, die ihn auf den dritten Platz hätten bringen können, am Ende mit 10 Strafsekunden nur ein achter Platz. Ganz oben auf dem Treppchen stand hier Collin Krien vom MSC Trittau.

Gegen Mittag startete dann die Klasse vier. Hier ruhten die Hoffnungen des ASC auf Lennart Eildermann (14), der zusammen mit seinem Bruder Rubens Eildermann (12) bereits seit 2006 recht erfolgreich für den ASC fährt. Trotz guter Platzierungen in den vergangenen Jahren und mehreren Qualifikationen zu überregionalen Meisterschaften lag sein letzter Triumph aber schon einige Zeit zurück. In einem Meisterschaftsrennen ganz oben stand er zuletzt am 12.07.2009. Das die Zeit für einen neuen Sieg gekommen war, zeigte er bereits in der Proberunde, bei der er eine 34er-Zeit in den Asphalt brannte, was an diesem Tag keinem anderen Teilnehmer der Veranstaltung mehr gelang. Mit einem zwar um eine Sekunde langsameren Wertungslauf lag er dann aber bereits nach dem ersten Durchgang mit einer guten Sekunde in Führung und konnte sich im zweiten Umlauf eine fehlerfreie Runde auf Sicherheit leisten, um die Klasse trotzdem noch mit fast einer Sekunde Vorsprung zu gewinnen.

Angespornt von den Leistungen seines Bruders startete als nächster ASC-Fahrer dann Rubens in Klasse drei. Mit ihm in der Klasse am Start war auch Luca Popp (11). Luca, der in den letzten Jahren eine sehr gute Entwicklung gemacht hat und in diesem Jahr bereits bis auf Platz fünf vorfahren konnte, erwischte zwar einen schnellen Start, aber seiner Wertungsrunde mussten vier Strafsekunden hinzugezählt werden. Auch in seiner zweiten Runde blieb er nicht fehlerfrei und musste sich damit mit Platz dreizehn von 20 Startern zufrieden geben. Rubens wiederum fuhr zwar die gleichmäßigsten schnellen Runden des Tages, auch ihm standen aber drei Pylonen im Weg. Bereits eine Pylone weniger hätte zum Sieg gereicht, fehlerfrei hätte er seine Klasse mit über 4,5 Sekunden gewinnen können und damit eindrucksvoll gezeigt, warum er im vergangenen Jahr Deutscher ADAC-Vizemeister geworden ist. Ganz oben stand dann aber nicht er, sondern Kolja Blüße vom HMC, während Rubens sich mit Platz 4 begnügen musste.

In der letzten Klasse des Tages für den ASC am Start waren dann Bent Rautenberg (8) und Cedric Burmähl (7). Während Bent wie sein Bruder seit Februar im Kart sitzt, hat Cedric überhaupt erst drei Trainingseinheiten hinter sich und ist damit das jüngste Mitglied im Verein. In einem großen Starterfeld von sechszehn Fahrern schlugen sich die beiden Youngster sehr akzeptabel und belegten hintereinander die Plätze zehn und elf. Wenn man bedenkt, dass Bent erst seinen dritten und Cedric seinen ersten Meisterschaftslauf bestritten, dann kann sich diese Leistung sehen lassen. Wäre auch hier beiden ein fehlerfreier Tag gelungen, dann hätte Bent es bis auf Platz fünf und Cedric es bis zu Platz acht geschafft. Den besten Überblick über den Veranstaltungsplatz hatte hier Tristan Kartheuser vom MSC Trittau, der ganz oben auf dem Siegerpodest stand.

Erst bei der letzten Siegerehrung am späten Nachmittag fielen dann ein paar Regentropfen mehr, was aber niemanden mehr nach der gelungenen Veranstaltung störte. Der ASC bedankt sich bei allen ehrenamtlichen Helfern aus dem eigenen und den befreundeten Vereinen, ohne die so eine Jugendmotorsport-Veranstaltung nicht möglich wäre. Wer sich für die einzelnen Ergebnisse oder Fotos der Veranstaltung interessiert, kann diese auf der Website des Vereins ansehen. Auch ein Video des Parcous ist hier zu finden: www.asc-breitenfelde.de

An gleicher Stelle wird der ASC am 18.08.2012 erneut veranstalten, doch dann werden es nicht die Karts der wilden jungen Motorsportler sein, die zu hören sind, sondern die Fahrzeuge, die um Wertungspunkte im Autoslalom kämpfen. Wer das Spektakel noch nicht live erlebt hat, möge sich den Termin in den Kalender eintragen, der Eintritt ist wie immer frei und der Verein freut sich über zahlreiche Zuschauer.