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LTG eröffnet Robert-Koch-Campus

Viele Besucher zog es am gestrigen Sonnabend in das Innere des neuen Robert-Koch-Campus'. Fotos: Anders

Mölln (aa). Trotz oder gerade wegen des schlechten Wetters am 7. Oktober zog es zahlreiche Besucher auf Einladung der Lauenburgischen Treuhand Gesellschaft (LTG) in die Hindenburgstraße 13. Das Haupthaus des Robert-Koch-Parks wurde offiziell eröffnet und die nun darin ansässigen Firmen gewährten einen ausführlichen Einblick ins Innere des großen Gebäudes.

Der Robert-Koch-Campus, wie das Hauptgebäude seit gestern nun offiziel heißt, sei vollständig vermietet, wie LTG-Gesellschafter Thomas Klahn gegenüber Herzogtum direkt verkündete. Über 80 Prozent des Campus-Inneren sei bereits fertiggestellt und nehme jetzt den Betrieb auf. Fertig ist unter anderem ein Altenpflegeheim. Der Einzug von rund 50 Bewohnern stehe am kommenden Mittwoch (11. Oktober) bevor. Fertig sind auch ein Bistro-Restaurant sowie die Kulturwerkstatt des Lebenshilfewerks Mölln-Hagenow (LHW). Auch die Mieter der ersten Stunde von der Freien Schule Mölln hatten an diesem Sonnabend ihre Türen weit geöffnet. Noch im Bau, aber auf der Zielgeraden befindet sich eine Tagespflegeeinrichtung sowie Wohnungen für unterstütztes Familienwohnen der Arbeiterwohlfahrt Schleswig-Holstein. „Wir haben hier eine schöne Durchmischung“, freute sich Klahn.

Kaum noch einen Platz fand man ab Mittag in dem sehr ansprechend eingerichteten Bistro der Norddeutschen Catering und Service GmbH. Ob für einen Kaffee oder eine warme Mahlzeit legten hier viele Besucher einen Zwischenstopp ein. Mit großen Augen ging es durch die langen Flure des Hauses, das so lange nicht für die Öffentlichkeit zugänglich war.



Viel Besuch hatte auch das LHW. Während das Floristikcafé im 50 Meter entfernten Neubau im Rahmen eines Softopenings einen Eindruck vermittelte, wie gemütlich es ab November dann wird, wurde im Robert-Koch-Campus die Eröffnung der Kulturwerkstatt mit einer großen Vernissage gefeiert. Gemeinsam mit dem Lauenburgischen Kunstverein und dem neuen Möllner Verein „KunstWerk“ zeigen 18 Künstlern bis einschließlich 19. November 2017 hier ihre Werke zum Thema ‚SALZ – Kunst als SALZ in der Suppe der Gesellschaft?‘. Rund 200 Besucher kamen zur feierlichen Eröffnung im großen Theatersaal des Hauses. Zu sehen waren Malereien, Collagen, Keramiken, Fotos, Installationen und Skulpturen, die das Thema auf unterschiedlichste Weise interpretierten.



„Die Kulturwerkstatt ist wirklich ein Leuchtturmprojekt innerhalb des Gesamtprojekts Robert-Koch-Park“, sagte LTG-Geschäftsführer Klaus Schlie, „Ich bin mir sicher, dass ihr Bahnbrecher für etwas seid, das bald überall selbstverständlich wird“, lobte er das künftige inklusive Freizeit-, Kunst- und Kulturangebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Behinderung. Neben regelmäßigen Angeboten und Workshops gibt es einen großen Freiraum für Ideen und Projekte. In Zusammenarbeit mit Künstlern und kreativen Menschen entsteht so eine „KulturWerkstatt“.

Was passiert noch im Robert-Koch-Park?
Die Sanierung des ehemaligen Schwesternwohnheims ist bereits weit fortgeschritten. Am 1. Februar 2018 sollen hier rund 30 Menschen mit und ohne Behinderung ihre neuen Wohnungen beziehen.

Direkt hinter dem Hauptgebäude wird ein Neubau bis Frühjahr 2018 fertiggestellt, der normalen sowie altersbetreuten Wohnraum zur Verfügung stellen wird.

Ein weiterer Neubau ist Ecke Langestraße/Robert-Koch-Straße in Planung. Hier sollen weitere 70 Wohnungen samt Tiefgarage entstehen.