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Neue Wohntrends 2017: Ethno aus aller Welt

Foto: istock.com/NicolasMcComber

(pm). Lange Zeit dominierte der sogenannte Landhausstil die Wohntrends. Altmodisch anmutende weiß gestrichene Holzmöbel, zarte Pastellfarben und viel Grün sollten einen Hauch von Landleben in jede Vorstadtsiedlung zaubern. Doch allmählich haben sich die Menschen sattgesehen am falschen Landzauber: Ethnische Einrichtungsstile aus aller Welt sind jetzt angesagt.

Urlaubsgefühle ins eigene Haus holen

So mancher Thailandurlauber kam schon mit dicken dreieckigen Kissen aus knallbunter Thai-Seide zurück oder riesigen Batikvorhängen aus Indonesien. Spötter haben asiatische Buddhafiguren sogar schon als neue Gartenzwerge ausgemacht. Doch erst allmählich setzt sich asiatisches Flair ernsthaft in der Wohnungseinrichtung durch. Die balinesische Barong-Kollektion-holt das exotische Flair der Götterinsel mit ungewöhnlichen Accessoires wie Opiumtischen ins eigene Heim. Opium wird darauf heute nicht mehr geraucht: Stattdessen dienen sie als Stellfläche für exotische geschnitzte Holzschalen oder zierliche Blumenvasen. Um das südostasiatische Flair abzurunden, dürfen auch Räucherstäbchen nicht fehlen. Diese werden in der gesamten Region zu Ehren der Götter verbrannt und füllen die tropisch warme Luft mit ihrem unverwechselbaren Geruch.

Japanischer Minimalismus

Nicht jeder ist den üppigen Farben der Tropen zugeneigt. Freunde des Minimalismus begeistern sich für eine japanische Einrichtung, die das Wohnen auf das Wesentliche reduziert. Im Zeitalter des medialen Dauerfeuers bietet der fast leere mit Tatamimatten ausgestattete Hauptraum einen Rückzugsort, an dem der Geist zur Ruhe kommt. Praktisch für kleine Wohnungen: Mit japanischen Shoji-Wänden lässt sich ein Raum perfekt zweiteilen. Auf eine platzraubendes Bett kann bei der japanischen Einrichtung verzichtet werden: Vor dem Schlafengehen wird abends einfach die Futonmatte auf dem Boden ausgerollt.

Ein Hauch von Savanne im eigenen Haus

Während Asien bei den Einrichtungstrends derzeit noch dominiert, werden auch afrikanische Wohnelemente immer beliebter. Ein Merkmal des Afrika-Stils sind warme Erdtöne wie Beige, Ocker und Dunkelrot, kombiniert mit dunklen schweren Tropenhölzern. Afrikanische geschnitzte Masken und Tierfiguren sind beliebte Deko-Elemente. So richtig echt wird das Safari-Feeling mit falschen Tierfellen, zum Beispiel kuscheligen Fleecedecken mit Leoparden-Print oder Zebra-Streifen.

Dauerbrenner Wild West

Ein Klassiker der 60er- und 70er-Jahre schickt sich gerade zu einem Comeback an: Das Ranch-Feeling des Wilden Westens mit Ledermöbeln und indianischen Accessoires wie gewebten bunten Decken und Traumfängern. Das Internet macht es möglich, klassische amerikanische Schaukelstühle auch in Europa günstig zu bekommen. Den letzten Schliff bekommt diese Einrichtung mit schweren Lampenschirmen, Vorhängen und gemusterten Tapeten. Dann fehlt nur noch die klassische Schaukel auf der Veranda, von der sich mit einem Glas Bourbon in der Hand über die Prärie schauen lässt – oder zumindest auf Nachbars Gartenzaun.