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Nicht alltägliche Einsätze für den Tierschutz Mölln-Ratzeburg

Dem Jungschwan hing tatsächlich eine Angelschnur aus dem Schnabel. Foto: hfr

Mölln (pm). Zwei Schwanen-Einsätze innerhalb von einer Woche sind für den Tierschutz Mölln-Ratzeburg auch nicht unbedingt normal. Am 2. Januar hat eine Mitarbeiter vom Tierschutz nach Feierabend in der Möllner Waldstadt einen verletzten Schwan gefunden. Beherzt hat sie dem Tier eine Decke über geworfen und ihn mit ins Tierheim Mölln genommen.

Sie setzte sich mit einer Fachkraft aus Travemünde in Verbindung, die sich auf Wasservögel spezialisiert und dem Tierschutz schon des Öfteren geholfen hat. Diese holte gegen 20 Uhr den Schwan ab und brachte ihn am nächsten Tag zu einer Spezialistin. Leider war die Verletzung so schwerwiegend, dass das Tier euthanisiert werden musste. Zumindest blieb ihm aber ein leidvoller Tod erspart.

Ganz anders verlief ein Einsatz am 7. Januar. Gegen Mittag erhielt der Tierschutz-Vorsitzende, Gaston Prüsmann, einen Anruf von der Feuerwehr Mölln. Ein Tourist hatte am Schmalsee eine Schwanen-Familie gesehen, wo ein Jungschwan offensichtlich einen Angelhaken im Schnabel hatte. Gaston Prüsmann und seine Frau Brigitta fuhren sofort hin, um sich das anzuschauen.

Bei dem besagten Jungschwan hing tatsächlich eine Angelschnur aus dem Schnabel. Von einem Haken konnte man ausgehen. Man setzte sich umgehend mit der ehrenamtlichen Helferin aus Travemünde in Verbindung, die zirka eine Stunde später am Schmalsee eintraf. Gemeinsam konnte man das Tier einfangen.

Die Schwaneneltern waren nicht gerade begeistert und attackierten die Helfer. Ein Entfernen des Angelhakens vor Ort scheiterte leider und somit musste der Schwan erst einmal mit nach Travemünde und am nächsten Tag zur Tierärztin. Dort konnte der Haken dann entfernt werden.

Die Familienzusammenführung sollte dann am 8. Januar erfolgen. Nur befand sich die Familie nicht mehr am Schmalsee. Die Recherche von Gaston Prüsmann und seiner Frau ergaben dann letztendlich, dass sich die Familie
am Lütauer See befand. Wie man durch Wanderer erfuhr, war das wohl auch ihr angestammter Platz.

Mit Hilfe des Möllner Forstamts konnte man den Platz mit dem Auto anfahren und die Familien-Zusammenführung gelang. Alle waren froh über dieses Happy-end.

Da die ehrenamtliche Helferin aus Travemünde ihre Einsätze aus eigener Tasche bezahlt, möchte der Tierschutz gerne für sie um Unterstützung bitten. Ohne diese Helferin könnte man solche Einsätze eigentlich nicht durchführen. Wer helfen möchte, kann an den Tierschutz Mölln-Ratzeburg spenden. Der Tierschutz leitet die Spenden selbstverständlich komplett weiter.

Spenden an:

Tierschutz Mölln-Ratzeburg
Kennwort: Wasservögel-Hilfe
Kreissparkasse Hzgt. Lauenburg
IBAN: DE98 2305 2750 1000 0197 43
BIC: NOLADE21RZB