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Op Platt: Holt fast!

Holt fast!
(Melodie: Hipp hipp hurra.)
Wi sünd hier an den`n Elbestrand
Bekannt bi jedereen,
Wie man uns süht hier stammverwandt,
As Plattdütschen Vereen.
Bi uns is de Gemütlichkeit
To jede Tied to Gast
Un wenn de Wind bi uns ok weiht,
Hier heet dat stets : „Holt fast!“
So staht wi tru, wat ok mag kamen,
Holt fast, holt fast! Holt fast, holt fast!
För uns`re Modersprak tosam`n;
Holt fast, holt fast! Holt fast, holt fast, holt fast!
De Sprak, de wi von Kindsbeen an
Dagdäglich ümmer hört,
De wölt wi spreken ok as Mann
Un holln se leew un wert!
Se is in uns Vereenigung
Een unschätzbores God;
Se mokt dat Hart so froh, so jung,
Un giwt uns Lebensmot!
So staht wi tru, wat ok mag kamen,
Holt fast, holt fast! Holt fast, holt fast!
För uns`re Modersprak tosam`n;
Holt fast, holt fast! Holt fast, holt fast, holt fast!
Wer Dag för Dag sien Arbeit deit
Un ümmer froh un geern,
Fix ümmer öp`n Posten steiht;
De dörf sick amuseer`n!
Drum is de Freid hier, leewes Kind,
Wenn de nich weer , weer`t bös`!
Un wenn wi denn vergnögt mol sünd,
Denn haut wi op`n Käs`!
So staht wi tru, wat ok mag kamen,
Holt fast, holt fast! Holt fast, holt fast!
För uns`re Modersprak tosam`n;
Holt fast, holt fast! Holt fast, holt fast, holt fast!
Mit frohen Sinn, den Kopp vull Kneep,
So gaht wi use Bahn;
Un dorbi kann in`n Harten deep
Doch Leew un Tru bestahn.
Stets arbeit wi för unse Sak,
Dormit uns` leewe Modersprak
För alle Tied besteiht.
So staht wi tru, wat ok mag kamen,
Holt fast, holt fast! Holt fast, holt fast!
För uns`re Modersprak tosam`n;
Holt fast, holt fast! Holt fast, holt fast, holt fast!
Friedrich Schnoor,
Hamborg 1907

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Halt fest!
(Melodie: Hipp hipp hurra.)
Wir sind hier an den Elbestrand
Bekannt bei jedermann,
Wie man sieht hier stammverwandt,
Als Plattdeutscher Verein.*
Bei uns ist die Gemütlichkeit
Zu jeder Zeit zu Gast
Und wenn der Wind bei uns auch weht,
Hier heißt es stets: „Halt fest!“
So steh`n wir treu, was auch mag kommen,
Halt fest, halt fest! Halt fest, halt fest!
Für unsere Muttersprache zusammen;
Halt fest, halt fest! Halt fest, halt fest, halt fest!
Die Sprache, die wir von Kindesbeinen an
Tagtäglich immer gehört,
Die wollen wir sprechen auch als Mann
Und halten sie lieb und wert!
Sie ist in unserer Vereinigung
ein unschätzbares Gut;
Sie machen das Herz so froh, so jung,
Und gibt uns Lebensmut!
So stehen wir treu, was auch mag kommen,
Halt fest, halt fest! Halt fest, halt fest!
Für unsere Muttersprach`zusammen;
Halt fest, halt fest! Halt fest, halt fest, halt fest!
Wer Tag für Tag seine Arbeit macht
Und immer froh und gern,
Der immer auf dem Posten steht;
Der darf sich amüsier`n!
Darum ist die Freude hier, liebes Kind,
Wenn die nicht wär`, wär`s bös`!
Und wenn wir dann vergnügt mal sind,
Dann hau`n wir auf den Käs`!
So steh`n wir treu, was auch mag kommen,
Halt fest, halt fest! Halt fest, halt fest!
Für unsere Muttersprach`zusammen;
Halt fest, halt fest! Halt fest, halt fest, halt fest!
Mit frohem Sinn, den Kopf voll Spaß,
So geh`n wir unsere Bahn:
Und dabei kann im Herzen tief
Doch Liebe und Treu besteh`n,
Stets arbeiten wir für unsere Sach`,
Damit uns`re liebe Muttersprach`
Für alle Zeit besteht.
So steh`n wir treu, was auch mag kommen,
Halt fest, halt fest! Halt fest, halt fest!
Für unsere Muttersprach`zusammen
Halt fest, halt fest! Halt fest, halt fest, halt fest!
Übersetzt von Freddy Schnoor
Hamburg 2015

In den fünfziger Jahren hatte Friedrich Schnoor das Glück jede Woche in der Lauenburgischen Landeszeitung unter seinem Pseudonym „Fiete Lüttenhus“ Geschichten zu veröffentlichen. Darum spielen viele seiner Geschichten auch im Lauenburgischen. Viele dieser Geschichten sind auch als Ebook zu haben. Eine Übersicht finden Sie hier.