Share |

Radweg zwischen Bliestorf und Krummesse ist jetzt fertig

(v.li.) Stellv. Amtsvorsteher Andreas Albrecht (Rondeshagen), Bürgermeister Georg Rudolf (Bliestorf), Bürgermeister Wolfgang Wiedenhöft (Kastorf), Bürgermeister Adolf Kahts (Düchelsdorf), stellv. Bürgermeister Till Meyer (Berkenthin), Bürgermeister Hans-Peter Fiebelkorn (Krummesse), Schulverbandsvorsteher Friedrich Thorn (Berkenthin), Leiterin der Tiefbauabteilung des Amtes Berkenthin, Maike Wittig, Bauausschussvorsitzender Uwe Schramm (Krummesse) und Astrid Spiller, Fachbereich Verkehrsplanung der Hansestadt Lübeck. Foto: hfr

Bliestorf/Krummesse (pm). Die Radwegelücke zwischen Bliestorf und Krummesse an der Kreisstraße 7 gehört der Vergangenheit an. "Eltern können jetzt weniger besorgt sein, wenn Kinder und Jugendliche mit dem Fahrrad unterwegs sind". Mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Hans-Peter Fiebelkorn aus Krummesse zusammen mit seinem Amtskollegen Georg Rudolf aus Bliestorf am vergangenen Sonnabend Einwohner beider Anlieger-Gemeinden, an der Planung und dem Bau Beteiligte sowie Gäste aus den Gemeinden der Stecknitz-Region.

Hans-Peter Fiebelkorn ging auf den Ursprung der Planung in 2001 zurück. "Im Rahmen der Ländlichen Struktur- und Entwicklungsanalyse des Amtes Berkenthin wurde auf die Notwendigkeit dieses Radweges zum Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer, aber auch zur touristischen Aufwertung der Region hingewiesen", wie Fiebelkorn erläuterte. Beide Bürgermeister bedankten sich daher auch ausdrücklich bei ihren Amtsvorgängern und ihren Gemeindevertretungen.

Einen großen Dank sprachen Hans-Peter Fiebelkorn und Georg Rudolf der Firma Grothe-Tiefbau aus Lübeck und dem Ing.-Büro Reese aus Krummesse für die gute Zusammenarbeit aus, auch wenn die oberste Deckschicht noch nicht aufgebracht werden konnte. Diese soll je nach Wetterlage noch kurzfristig eingebaut werden, vielleicht aber auch erst im nächsten Jahr. "Die Qualität des Radweges würde nicht leiden, wenn die letzte Asphaltschicht erst im nächsten Frühjahr aufgebracht wird", erläutert Bauingenieurin Katja Reese.

Die Baukosten für die rund 1,2 Kilometer lange Trasse betragen einschließlich Planung rund 350.00 Euro. "Ohne Förderung des Bundesumweltministeriums aus der Klimaschutzinitiative des Bundes mit 132.726 Euro, der Flächenbereitstellung durch die Hansestadt Lübeck sowie weiterer Barmittel von 38.705 Euro, Haushaltsmittel von 50.000 Euro des Zentralortes Berkenthin sowie weiterer Zuschüsse der neun Gemeinden des Amtes Berkenthin von 61.740 Euro hätte der Radweg nicht gebaut werden können" wie Georg Rudolf dankend zu berichten weiß.

Die Vertreter der Gemeinden Bliestorf und Krummesse lobten daher auch das Miteinander. Auf den letzten Metern der Planung wurde die Maßnahme mit einem Eilantrag durch den Bauausschuss und die Bürgerschaft in Lübeck gebracht, um diesen dann in einem sehr kleinen Zeitfenster an die richtigen Stellen im Bundesumweltministerium zur Bewilligung vorzulegen. Hierfür zeichnete Frau Maike Wittig von der Amtsverwaltung Berkenthin als zuständige Leiterin der Tiefbauabteilung Verantwortung. "Das hat wunderbar gepasst" wie Georg Rudolf auf diese entscheidende Phase zur Realisierung hinwies.

Mit dieser Maßnahme sind in der Stecknitz-Region in den vergangenen fünfzehn Jahren zahlreiche Radwege an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen durch die Stecknitz-Gemeinden gebaut worden. Von Göldenitz nach Berkenthin, von Kulpin, Behlendorf und Klempau nach Berkenthin, zwischen Kastorf, Sierksrade und Berkenthin sowie zwischen Niendorf und Göldenitz. Nicht nur die beherzte Umsetzung eines zugrunde liegenden Radwegekonzepts ist einmalig, sondern vielmehr auch die solidarische und finanzielle Beteiligung aller Gemeinden, auch wenn sie im Einzelfall nicht selbst an einer dieser Trassen gelegen haben, wie die einhelliger Auffassung aller anwesenden Bürgermeister an der Einweihung war.