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'Remembering Knut Kiesewetter' - ein Abend unter Freunden

Lauenburg (pm). Knut Kiesewetter, einer der bedeutendsten Norddeutschen Musiker und Produzenten, der unter anderem Leute wie Hannes Wader oder Volker Lechtenbrink entdeckt hatte starb Ende Dezember 2016 völlig überraschend. In der Presse las man, dass Knut schon lange zurückgezogen lebte, aber was kaum einer wusste: Knut plante wieder auf die Bühne zurückzukehren.

Den Auftakt machte er mit der Veröffentlichung seiner Biographie und plante zusammen mit seinem engen musikalischen Freund Tobias Sudhoff, mit dem er über 20 Jahre musiziert hatte, eine Tournee im Februar und März. Als Musiker hatte Knut ein paar Kollegen zusammen geholt, mit denen er in den letzten Jahren immer wieder kleine Konzertreisen unternahm. Leider wird man diese Konzerte nicht mehr erleben, doch die Band plant nun einige ausgewählte Konzerte um ihm gebührend zu gedenken. Dafür haben sie sich einen Mann ins Boot geholt, der nicht nur viele Gemeinsamkeiten mit Knut hatte, sondern ebenfalls gut mit ihm befreundet war: Ron Williams (siehe Foto).

Ron zählt ebenso wie Knut zu den Ikonen der deutschen TV-Geschichte und war dadurch in vielen Wohnzimmern ständiger Begleiter und Gast, ziemlich genau in der Ära, in der auch Knut bekannt war. Ron hatte ebenfalls viele eigene Sendungen wie „Musikszene“, „Ronabend“, „Spaß am Dienstag“ oder Countdown um nur einige zu nennen. Er war Deutschlands erster „farbiger Kabarettist“ mit Auftritten in großen Häusern und bei großen Ensembles wie dem Renitenztheater-Ensemble oder bei den Stachelschweinen. Neben der Liebe für Jazz und Blues und der enormen Beeinflussung durch ihr gemeinsames Vorbild: Ray Charles, war Humor also ebenfalls etwas, dass die beiden verband – viele haben noch die alten „Witzsammlungen“ von Knut als LP und wer Knut privat kannte, der wusste um dessen riesiges Repertoire und seinen nicht zu bändigenden Humor.

Ein Konzert „Remembering Knut Kiesewetter“ veranstaltet nun die Tourist-Information Lauenburg am Freitag, 10. März 2017, ab 20 Uhr in der Lauenburger Osterwoldhalle. Ein Abend voller musikalischer Energie und Erinnerungen, gefüllt mit Seele, ganz viel Humor, vielen Songs, die auf der Tour mit Knut geplant waren und Anekdoten aus dem Tourleben runden das Konzerterlebnis zum Gedenken an Knut ab. In dieser Show trifft der wunderbare Ron Williams dabei auf Tobias Sudhoff und sein Trio. An ihrer Seite spielen weitere Legenden der deutschen Musik – Helge Schneider-Trommler Willy Ketzer und am Bass der ehemalige Bassist des Paul-Kuhn-Trios Paul G. Ulrich. Gemeinsam mit den Zuschauern begeben sich die vier auf eine Reise durch den großen musikalischen Kosmos des Knut Kiesewetter. Alte Klassiker von Knut wie „Georgia“ und „Cheek to Cheek“, Klassiker des Blues, aber auch Songs aus Kiesewetters eigener Feder wie „Fresenhof“ und andere sind dabei ein Muss.

Tickets für das Konzert zum Preis von 24 Euro  zuzüglich Gebühr gibt es in Lauenburg im Reisebüro Oberelbe, 04153-3061, Buchhandlung Rusch, 04153-2435, sowie in der Touristinformation, 04153-5909220. In Geesthacht bekommt man Karten im Tabakgeschäft Fries, 04152-3372, in Schwarzenbek bei Tabak-Lange, 04151-81240. Da der Vorverkauf schon läuft, stehen momentan allerdings nur noch zirka 140 Tickets zur Verfügung.

Weitere Informationen erhalten Interessierte bei der Tourist-Information Lauenburg/Elbe (Elbstraße 59, Tel. 04153/5909220, touristik@lauenburg.de) oder im Veranstaltungskalender auf www.lauenburg-tourismus.de.

 

 

 

 

 

 

Willy Ketzer (Drums) der legendäre

Passport- und Paul Kuhn-Drummer,

seit 2010 mit Helge Schneider unterwegs.

Sechs mal gewählt zum besten

deutschen Big Band Schlagzeuger. Er

stand mit so ziemlich allen namhaften

Jazzern auf der Bühne – u.a. mit den

CTI Allstars in Montreux und Istanbul

(mit Randy Brecker, Bill Evans, Hubert

Laws, Airto Moreira, Marc Egan und

Russel Melone), aber auch mit Stars wie Tom Jones, Liza Minelli, Udo Jürgens u.v.a.

 

Paul G. Ulrich (Bass) studierte in Köln,

Hamburg und New York. Vielen bekannt

als Bassist des Paul Kuhn Trios, desweiteren

an der Seite von Benny Bailey, Al Copley, Albert Mangelsdorf, Ack van Rooyen, Hugo Strasser, Kenny Wheeler, Jiggs Wigham u.v.a.