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Spitzenkandidatin der Grünen trifft sich mit Naturschützern

Die auch im Winter freilaufenden Deutsch-Angus-Rinder dienen ebenfalls der Landschaftspflege im Sinne des Naturschutzes, erklärt Detlef Hack. Fotos: Gabi Finck

Panten (gf). Am Sonnabend (14. Januar 2017) traf sich die Spitzenkandidatin der Grünen, Monika Heinold, mit den Lämmerhof Betreibern Detlef Hack und Christian Brüggemann in Panten. Zu Gast waren weiterhin der Naturschutzverein „NaturPlus e.V. Panten“, Vertreter der Integrierten Station Lauenburgische Landschaft in Mölln und Mitglieder der Grünen aus dem Kreis.

In einer freundlichen Runde bei Tee und Knabbereien wurden die Anliegen vom Biohof über eine Vereinfachung der Agrar-und Bioprämien diskutiert. Um vielfältige Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten zu schaffen, werden auf den Flächen vom Lämmerhof bewusst Nischen angelegt. Doch diese Flächen gelten nun nicht mehr als im klassischen Sinne landwirtschaftlich genutzt und würden daher aus dringend benötigten staatlichen Agrarprämien herausfallen.

Spitzenkandidatin der Grünen, Monika Heinold, war am Wochenende zu Gast bei Detlef Hack, Betreiber des Lämmerhof in Panten.

„Meist sind es die für den Artenschutz interessantesten Standorte auf denen wir Sandstrohblumen, Bergsandglöckchen oder nährstoffarme Tümpel für Amphibien haben, die dann aufgrund des Fehlens klassischer landwirtschaftlicher Nutzgräser aus der Förderung fallen“, erklärt Detlef Hack. Dieses Phänomen sei allen Landwirten bekannt, die sich mit dem Naturschutz beschäftigen, so Detlef Hack weiter. Um den Einsatz für den Naturschutz nicht unmöglich zu machen, müssten die behördlichen Ermessungsspielräume, die es ermöglichen diese Prämien auch für eine naturfördernde Landwirtschaft einzusetzen, vollumfänglich ausgenützt werden. „Wir als Landwirte, die Naturschutz machen, brauchen Vertrauensschutz“, meint Detlef Hack und spricht sich für ein Prädikat „Naturschutz-Hof“ aus. Heinold zeigte Verständnis für die Problematik. Die Grünen setzten sich dafür ein, dass Fördermittel zugunsten des Natur- und Umweltschutzes umgeschichtet würden, aber so schloss sie: „Das ist immer ein harter Kampf.“