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Tag der Erneuerbaren Energien in Labenz lockte zahlreiche Besucher an

Das Interesse an den Führungen über die Biogasanlage in Labenz war groß. Unter anderem nahmen Landtagspräsident Klaus Schlie und die SPD-Kreisvorsitzende Birgit Wille teil. Foto: Anders

Labenz (aa/pm). Anläßlich des Erreichen des zweiten Platzes bei der Energie-Olympiade 2015 luden die Ämter Sandesneben–Nusse und Berkenthin am vergangenen Sonntag (10. Juli) zum Tag der Erneuerbaren Energien auf die Biogasanlage nach Labenz ein. Zahlreiche Bürger folgten dieser Einladung.

„Wir haben das hier heute auf die Beine gestellt, um deutlich zu machen, warum wir bei der Energie-Olympiade den zweiten Platz gemacht haben“, erklärt Thomas Jessen, leitender Verwaltungsbeamter beim Amt Sandesneben-Nusse. Zu finden war die Veranstaltung direkt an der Biogasanlage der Biogas Labenz GmbH & Co. KG. Neben der Präsentation der Biogas-Anlage mit Führungen, stellten einige regionale Unternehmen und Fachbetriebe ihre Produkte zu dem Thema Energieeffizienz beziehungsweise Dämmung vor. Die Vereinigten Stadtwerke (VSG) informierten zum Thema Elektroautos, der Energieversorger installiert jüngst einige Ladestationen im Kreisgebiet, als auch zum Thema „Photovoltaikanlagen“, die das Unternehmen zur Pacht anbietet. Zudem stand den Besuchern das Energiesparmobil Schleswig Holstein mit zahlreichen Informationen zur Verfügung. Dazu gab es eine Hüpfburg für Kinder, sowie Getränke und Speisen, um deren Ausgabe sich die Landjugend Sandesneben kümmerte.

Das Amt Sandesneben-Nusse hatte in einem transparenten, bürgerorientierten Dialog für ein Areal von fast 600 Gebäuden Wärmenetze entwickelt, wofür unter anderem Biogas und Holzpellets eingesetzt werden. Dafür gab es einen zweiten Platz in der Energie-Olympiade 2015, Disziplin EnergieKonzept: Zukunftsfähige Wärmeversorgung. Neben dem Kreis Herzogtum Lauenburg (Herzogtum direkt berichtete) wurde auch das Amt Sandesneben-Nusse mit 10.000 Euro prämiert, so dass insgesamt ein Fünftel der Preisgelder ins Herzogtum Lauenburg gingen. Die Energie-Olympiade ist ein Energiesparpreis für Kommunen in Schleswig-Holstein, veranstaltet von der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EKSH) und ihren Partnern, den Kommunalen Landesverbänden, der Landesregierung, der Investitionsbank/Energieagentur sowie dem Klima-Bündnis.

 Die Biogasanlage in Labenz ist eine der größeren ihrer Art, wie man während einer der Führungen am vergangenen Sonntag mit eigenen Augen und Ohren erleben durfte. Mit rund 18 Millionen Kilowatt Wärme werden von hier aus rund 2.000 Menschen und mit rund 22 Kilowatt Strom rund 28.000 Menschen von Labenz aus versorgt. Die zur Energiegewinnung produzierte Biomasse wird in Fruchtfolge mit Raps, Weizen und Mais angebaut. Monokulturen hat man bei der Biogas Labenz GmbH & Co. KG eine klare Absage erteilt.

„Das ist eine sehr, sehr gelungene Energiegeschichte, die wir hier begonnen haben“, sagte Amtsvorsteher Ulrich Hardtke in seiner Begrüßungsrede. Neben der Gemeinde Labenz werden auch Klinkrade, Lüchow und Teile von Sandesneben versorgt. Eine zweite Anlage steht in Wentorf. „Grundsätzlich sparen wir damit sehr viel CO2 ein“, so Diplom-Ingenieur Arduin Balasus, Klimaschutzmanager der Ämter Berkenthin und Sandesneben-Nusse.