Share |

Traumatisierte Flüchtlinge besser versorgen: Regionales Netzwerk nimmt inhaltliche Arbeit auf

Die derzeitigen Netzwerkteilnehmer. Foto: hfr

Herzogtum Lauenburg (pm). Die Koordinierungsstelle zur integrationsorientierten Aufnahme von Flüchtlingen (KosiA) des Kreises hat mit dem PARITÄTISCHEN sowie 25 weiteren Interessensvertreterinnen und Interessensvertretern die inhaltliche Arbeit im „Regionalen Netzwerk zur Versorgung traumatisierter Flüchtlinge“ aufgenommen. Welchen Mehrwert die Netzwerkarbeit haben kann, verdeutlichte Christina Möllmann vom Praxisnetz Herzogtum Lauenburg. Sie konnte schnell dem Wunsch nach Kontakten und Anlaufstellen von Kliniken und Psychotherapeuten nachkommen, indem sie auf die „Patienteninformation“ ihres Vereins verwies und entsprechende Exemplare der noch gültigen Ausgabe unter den Teilnehmern verteilte.

An der Konstituierenden Sitzung am vergangenen Montag in der Jugendherberge Ratzeburg nahmen Interessierte aus den Bereichen Gesundheit, Polizei, Schulen, Ehrenamt, Sozialverbänden, Schulsozialarbeit, Freie Jugendträger, Jobcenter und der Kommunalverwaltung teil. „Wir sind damit personell sehr breit aufgestellt“, sagt Andreas Bockholt von der KosiA. Erkennbar sei dies bereits für ihn in der Vorstellung der Kleingruppenergebnisse geworden, so Bockholt weiter. In drei Arbeitsgruppen hatten sich die Teilnehmer über deren Ideen und Ziele der zukünftigen Netzwerkarbeit für traumatisierte Geflüchtete austauschen können.

In der Zusammenfassung aller drei Gruppenergebnisse konnte Krystyna Michalski vom Paritätischen festhalten, dass eine der ersten Maßnahmen sein wird, für die Teilnehmer einen Leitfaden „Weg zur richtigen Hilfe“ zu erstellen. Darüber hinaus ist den Netzwerkmitgliedern wichtig, dass es eine kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit geben soll. Und der Begleitausschuss bekam den Arbeitsauftrag auf dem nächsten Netzwerktreffen im Juli aktuelle Praxisbeispiele mit den dazugehörigen Kostenregelungen sowie niedrigschwellige Therapieangebote vorzubereiten.

Im Begleitauschuss sind neben dem PARITÄTISCHEN und der KosiA auch Diana Bauder (Diakonisches Werk), Anke Laumanns-Monreal (DRK) und Markus Worm (AWO) für die Planung und Gestaltung der Netzwerksitzungen verantwortlich. „Wir müssen jetzt nur noch erreichen, dass die Teilnehmer das Netzwerk für traumatisierte Geflüchtete als IHR Netzwerk verstehen“, so Krystyna Michalski und Andreas Bockholt.

Als weitere Netzwerktermine wurden der 12. Juli um 15 Uhr im DRK-Zentrum Schwarzenbek und der 8. November bei der AWO um 15 Uhr in Geesthacht festgelegt. Hinzu kommt eine Fachtagung am 21. Juni in Segeberg. Diese und alle weiteren Informationen werden zukünftig auf den überarbeiteten Internetseiten der KosiA unter http://www.kreis-rz.de/(refugees wellcome) zu sehen sein.

Wer an zusätzlichen Hintergrundinformationen interessiert ist sowie in die Netzwerkarbeit einsteigen möchte, wendet sich an:

Andreas Bockholt, Koordinierungsstelle zur integrationsorientierten Aufnahme von Flüchtlingen (KosiA), Barlachstraße 5, 23909 Ratzeburg

Email: bockholt@kreis-rz.de

Telefon: 04541-888478 (d.)