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Vielfältige Kunst in der Seedorfer Sporthalle

Das diesjährige Künstlerteam in Seedorf (v.li.): Sabine Stecker, Hans-Joachim Ruge, Volker Persy mit der Schaalsee-Eule, Hans-Günther Börger und Sabine Duwe

Seedorf (pm). Im Rahmen von „Dörfer zeigen Kunst“ werden in der Seedorfer Sporthalle Textildesign, Keramik, Malerei und Bildhauerarbeiten von Hans-Günther Börger, Sabine Duwe, Volker Persy, Hans-Joachim Ruge sowie Sabine Stecker präsentiert. Vom 12. August bis zum 3. September sind die Kunstwerke jeden Samstag und Sonntag zu sehen. „Wir vereinen hier in der Seedorfer Sporthalle eine vielfältige und abwechslungsreiche Kunst, die jeden Besucher auf ihre Art ansprechen wird“, so Sabine Duwe, die die Seedorfer Ausstellung maßgeblich organisiert hat.

Hans-Günther Börger stellt Aquarelle und andere Malerei aus. „Die Motivation für meine Malerei ist Lust an der Bewegung in der Natur und die visuelle Wahrnehmung der Eindrücke in der Landschaft. Meine Bilder entstehen stets vor Ort, das heißt ich versuche diese Eindrücke und Stimmungen auf meine Weise in Bildern umzusetzen. So bin ich häufig unterwegs im Lauenburgischen, in Lübeck, in Lüneburg oder auch im Hamburger Hafen, immer auf der Suche nach Motiven“, beschreibt der Hamburger Künstler seine Arbeit.

„Wenn Stoffe mit mir sprechen, geben sie mir ein Thema vor und die Gestaltung einer Arbeit kann beginnen,“ erklärt Sabine Duwe ihre Arbeitsweise. „Farben haben mich schon immer fasziniert und es ist immer wieder berauschend wie sich ein Entwurf von der Stoffauswahl, über den Zuschnitt, die erste Naht bis hin zur Fertigstellung des Tops, die dreidimensionale Gestaltung durch das Quilten und die Anbringung der Randeinfassung und letztlich Fertigstellung verändert und an Wirkung gewinnt. Es stellt sich dann immer wieder die Frage, wie würde der gleiche Quilt wohl durch eine andere Farbauswahl wirken. Genau das ist der Grund, weshalb ich von diesem schönen Hobby nicht lassen kann.“

Für Volker Persy liegt der Schwerpunkt weniger in der Gebrauchskeramik, sondern in der Fertigung individueller Einzelstücke und Objekte. „Ton als natürlicher Rohstoff war für mich schon immer wichtig. In den letzten Jahren habe ich mich besonders für Mixed Media, also die Kombination des klassischen Werkstoffs Ton mit Metallen, Stein oder Holz begeistert. Eigenarten und Widersprüchlichkeiten der Materialien, ihre Oberflächen wie Rost oder Patina werden in meine Arbeiten integriert.“

Flächen, Spannungen, Schwünge, Gesten, Rundungen, Ecken, Kanten. Das findet sich wieder in den Skulpturen von Hans-Joachim Ruge. „Begonnen habe ich mit der Bearbeitung von Marmor. Mittlerweile hat sich das Spektrum der Werkstoffe erheblich erweitert. Sandstein, Granit, Travertin und auch Holz und Metall sind als Werkstoffe für meine bildhauerischen Arbeiten hinzugekommen. Den Gedanken und Stimmungen hinterher arbeiten, ist mein Antrieb für die Bildhauerei.“ erklärt Hans-Joachim Ruge seine Kunst. 

Sabine Stecker wird durch die landschaftlichen Eigenarten der Schaalseeinsel Kampenwerder und dem Ort Stintenburg, in dem sie wohnt, zu ihrer Malerei inspiriert. „Das Pendeln zwischen dem hektischen und lauten Hamburg und der naturnahen Schaalsee-Landschaft ist für mich eine Herausforderung, der ich malerisch Ausdruck verleihe.“ Aktuell beschäftigt sich Sabine Stecker vor allem mit den verschwindenden Wegen, den Pfaden, die in der Natur verloren gehen wie in einem Urwald.
 

Schaalsee-Eule für einen guten Zweck

Der Künstler Volker von Walsum (alias Volker Persy) hat anlässlich von „Dörfer zeigen Kunst“ eine keramische Eule gestaltet. Die „Schaalsee-Eule“ gibt es in den Größen zehn Zentimeter und zwanzig Zentimeter und ist für fünf Euro beziehungsweise zehn Euro zu erwerben. Sie wird nur in Seedorf und im Pahlhuus in Zarrentin, dem Informationszentrum des UNESCO Biosphärenreservates Schaalsee, verkauft. Die Hälfte des Verkaufserlöses kommt dem Förderverein Biosphäre Schaalsee e.V. zugute.

Das Künsterteam ist vor Ort, freut sich auf zahlreiche Besucher und bietet den Gästen gerne eine Tasse Kaffee an.