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Wann eignet sich ein Minikredit und worauf sollte man aufpassen?

Foto: hfr

(pm). Minikredite sind beliebte Kreditlösungen für jene, die einen kurzfristigen finanziellen Engpass überwinden möchten. Unerwartete Ausgaben können die finanzielle Situation eines Haushaltes überraschend verschlechtern. Nicht jeder hat genug Reserven, um zusätzliche Ausgaben problemlos zu decken.

Wenn der Kühlschrank aufhört zu kühlen oder das Auto eine Reparatur benötigt und man nicht das notwendige Kapital zur Verfügung hat, ist ein Minikredit eine günstige Finanzierungsmöglichkeit. Diese Finanzierungslösung eignet sich dann, wenn man dringend eine Rechnung begleichen muss und nicht bis zum Gehaltseingang warten kann.

Der Minikredit ist ein Kredit zur freien Verfügung. Man kann das geliehene Geld somit frei ausgeben. Minikredite werden von spezialisierten Kreditgebern für 30 bis 60 Tage vergeben. Das Ziel der Kreditnehmer ist es, möglichst günstig den finanziellen Engpass zu überbrücken und die Schulden rasch zurückzuzahlen. Die Kredithöchssumme ist bei Minikrediten für Erstkunden auf 500 beziehungsweise maximal 600 Euro begrenzt. Kreditnehmer, die einen höheren Kreditbetrag benötigen, müssen einen Privatkredit mit einer Laufzeit von mindestens sechs bis zwölf Monaten beantragen.

Voraussetzungen für den Kreditantrag

Da Minikredite nur in begrenzter Höhe und auf kurze Laufzeiten vergeben werden, ist die Finanzierung für viele Personengruppen leicht zugänglich. So können auch Studenten, Rentner, Selbständige oder sogar Arbeitslose einen Minikredit beantragen. Bei der Antragstellung wird Ihr Schufa-Score geprüft. Auch Personen mit niedrigem Schufa-Score haben beim Minikredit eine Chance auf Kreditzusage. Der Grund dafür ist, dass die Bonitätskriterien aufgrund der kurzen Laufzeit und des niedrigen Kreditbetrages nicht so streng bewertet werden wie beim Privatkredit. Um einen Minikredit beantragen zu können, muss der Kreditnehmer volljährig sein, einen Wohnsitz in Deutschland begründen, ein deutsches Girokonto besitzen und bei einigen Anbietern auch über ein Mindesteinkommen verfügen.

Vorsicht vor zusätzlichen Kosten

Minikredite sind im Ursprung meist günstiger als Dispokredite. Dies ist auch der Grund der zunehmenden Beliebtheit in Deutschland. Da diese Finanzierungsform sehr leicht zugänglich ist und der Verwendungszweck meist dringend finanziert werden muss, bieten die Kreditanbieter eine beschleunigte Sofortauszahlung. Diese ist meist kostenpflichtig und erhöht damit die Kreditgesamtkosten. Verzichtet man auf diese optionale Zusatzleistung, dauert die Auszahlung drei bis vierzehn Tage. Wenn man also erst in der zweiten Hälfte des Monats in den finanziellen Engpass kommt, sollte man überlegen, ob sich ein Minikredit noch auszahlt.Es werden auch zusätzliche Kosten verrechnet, wenn man zum Beispiel eine Zwei-Raten-Tilgung beantragt oder sich ein Bonitätszertifikat ausstellen lässt. Wer auf eine schnelle Auszahlung hofft, wird mindestens 39 Euro zusätzlich zurückzahlen müssen.

Der Minikredit ist nicht immer die beste Lösung

Personen in schwierigen finanziellen Situationen ist abzuraten, einen zusätzlichen Kredit aufzunehmen. Der Minikredit ist aufgrund der kurzen Laufzeit nicht für die Tilgung von anderen laufenden Krediten geeignet. Generell sollten Konsumgeschäfte nicht mit einem Minikredit beglichen werden. Ein Kredit sollte immer einen gewissen Mehrwert bringen. Entweder er hilft mehr Geld zu sparen oder mehr Geld zu verdienen. Seriöse Informationen zur Antragstellung von Minikrediten können Interessenten auf Vergleichsportalen wie ​ Financer.com​ erhalten.

Kreditbedürftige sollten niemals einen Kredit aufnehmen, wenn sie diesen nicht ordnungsgemäß zurückzahlen können. Bei Zahlungsausfällen ist die Gefahr einer Überschuldung bei allen Kreditarten sehr groß. Es gilt daher immer zu prüfen, wann und unter welchen Voraussetzungen ein Kredit die richtige Lösung ist.